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München - Der Undertaker spielt bei WWE SmackDown Live vor dem Legendenduell mit Bill Goldberg Spielchen. Kurios: Ein Titel wechselt unter dem Ring.

Das späte erste Duell der beiden Wrestling-Legenden The Undertaker und Bill Goldberg steht kurz bevor - und bei WWE SmackDown Live gab es einen Vorgeschmack.

Am Ende der dienstäglichen TV-Show legte der 52 Jahre alte Goldberg seinen ersten WWE-Auftritt seit seinem Hall-of-Fame-Einzug im vergangenen Jahr hin und antwortete auf die an ihn gerichtete Ansprache des Taker am Tag zuvor bei Monday Night RAW.

Der frühere Topstar der einstigen WWE-Konkurrenzliga WCW erklärte, dass er sein Leben lang auf die Gelegenheit gewartet hätte, mit dem Taker in den Ring zu steigen und dass er gegen ihn den alten Goldberg zurückbringen würde.

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In einer Kombination seines eigenen Standardspruchs und dem des "Deadman" hielt Goldberg am Ende fest: "You're next to rest in peace" - als plötzlich ein wohlbekanntes Geräusch ertönte.

Wissenswertes zum Thema Wrestling

Undertaker taucht hinter Bill Goldberg auf

Nach dem berühmten Gongschlag des Undertaker ging in ebenso bekannter Manier das Licht in der Arena aus und als es wieder anging, stand der Taker plötzlich hinter seinem Rivalen.

Nach etwa zehn Sekunden, bevor Goldberg darauf reagieren konnte, ging das Licht wieder aus und das "Phenom" war schon wieder verschwunden.

Goldberg zeigte sich unbeeindruckt und machte zum Abschluss der Show lachend klar, dass der Taker am Freitag beim Super Show-Down in Saudi-Arabien mehr bieten müsste.

WWE hatte sowohl Goldberg als auch dem Undertaker im Frühjahr neue Verträge gegeben, auch und vor allem deshalb, damit sie keine Geschäfte mit der neuen Liga AEW machen. Ihr Duell in Dschidda wird ihr erstes Einzelmatch überhaupt sein, eine Andeutung eines kommenden Duells hatte es schon bei ihrer Interaktion beim Royal Rumble 2017 gegeben.

Die weiteren Highlights:

- Zu Beginn der Show wandte sich WWE-Champion Kofi Kingston an die Fans und zeigte dabei unter anderem Bilder von seinem ersten Besuch in seinem Geburtsland Ghana seit über 25 Jahren. Kingston machte deutlich, dass er als Champion gerade seinen Traum lebe und ihn sich am Freitag von Herausforderer Dolph Ziggler nicht nehmen lassen würde. Ebendieser Ziggler unterbrach und stellte ein weiteres Mal heraus, dass Ziggler in etwa so lange wie Kingston auf den Lohn seiner Mühen bei WWE warte und dass er den großen WrestleMania-Moment verdient gehabt hätte, nicht Kofi. Kingston antwortete mit einer Video-Erinnerung daran, wie Ziggler Ende 2017 als amtierender US Champion die Brocken hingeworfen hatte. Das sei der Unterschied zwischen den beiden: Kingston hätte niemals aufgegeben, als er seinen Willen nicht gekriegt hatte.

Es folgte noch ein Match Kingstons mit seinem New-Day-Partner Xavier Woods gegen Kevin Owens und Sami Zayn, die in Saudi-Arabien nicht dabei sein werden (Zayn, weil er wegen seiner syrischen Wurzeln dort nicht erwünscht ist, Owens will aus moralischen Gründen nicht mehr in dem autoritär regierten Land auftreten). Kingston pinnte Zayn mit dem Trouble in Paradise.

- Alexa Bliss gab sich im Zuge der "Wild Card Rule" diesmal bei SmackDown die Ehre und interviewte den dort regierenden Damenchampion Bayley, was damit endete, dass sie Ambitionen auf den Titel anmeldete. Carmella und Charlotte Flair kamen hinzu und taten es ihr nach, es folgte ein Triple Threat Match, das Bliss gewann - sie wird Bayley bei Stomping Grounds Ende Juni herausfordern (in Saudi-Arabien erlauben die Sittengesetze keine Auftritte der WWE-Frauen).

- Nachdem Elias vergangene Woche R-Truth den 24/7-Title abnahm und wieder verlor, geschah diese Woche ein ähnliches Szenario: Elias bekam die Gelegenheit, Truth in einem Lumberjack Match herauszufordern, indem zahlreiche andere Stars den Ring umstellten. Elias gewann das Match, musste dann aber feststellen, dass die Lumberjacks es dann selbst auf den Titel abgesehen hatten. Er flüchtete unter den Ring, wo Truth es irgendwie hinbekam, sich den Titel wieder zurückzuholen.

- Shane McMahon prahlte ein weiteres Mal damit, dass er Roman Reigns am Freitag zähmen würde - was dazu führte, dass Reigns auftauchte und sich Shane-o-Mac vorknöpfen wollte. The Revival kamen Shane zu Hilfe und wurden vom "Big Dog" abgewehrt, letztlich aber überraschte auch noch Drew McIntyre ihn mit einem Claymore Kick.

- Der monströse Lars Sullivan, der sich in den vergangenen Monaten durch zahlreiche Attacken auf verschiedene Publikumslieblinge einführte, bekam erstmals Gelegenheit, in einem Interview seine Motivation dahinter auszuführen. In einem sehr gelungenen Psycho-Auftritt (in dem auch Anspielungen auf seinen Rassismus-Skandal durchklangen) stellte Sullivan Kayla Braxton die Gegenfrage, ob sie auch eine Nachtigall fragen würde, warum sie singe oder einen Löwen, warum er andere Tiere jage und fresse. Sullivan sei, was er sei, man nenne ihn nicht umsonst "The Freak". Es liege in seiner Natur, andere Menschen zu attackieren, zu verletzen und zu verstümmeln - und damit allen anderen zu zeigen, dass das Leben nicht aus Sonnenschein und Regenbögen bestehe. Sullivan kündigte an, die Lucha House Party am Freitag zu zerstören und "ein schönes Gemälde aus ihren Körperflüssigkeiten zu malen".

Die Ergebnisse von WWE SmackDown Live:

Kofi Kingston & Xavier Woods besiegen Kevin Owens & Sami Zayn
WWE 24/7 Title Lumberjack Match: Elias besiegt R-Truth - TITELWECHSEL!
WWE 24/7 Title Match: R-Truth besiegt Elias - TITELWECHSEL!
Alexa Bliss besiegt Carmella, Charlotte Flair

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