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Transfermarkt & Transfergerüchte

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Transfermarkt

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Der Transfermarkt

Auf dem Fußball-Transfermarkt haben alle Vereine in zwei festen Transferperioden im Jahr die Chance, ihren Kader mit Spielern anderer Vereine zu verbessern oder zu ergänzen. Unter einem Transfer versteht man den Vereinswechsel eines Spielers, der aus einem noch laufenden Vertrag mit einem anderen Klub herausgelöst wird.

Das kann auch auf Leihbasis geschehen. Bei einer Leihe wechselt ein Spieler für eine festgelegte Zeit zu einem anderen Verein und kehrt nach Ablauf dieser Dauer wieder zu seinem Stammverein zurück. Ein Leihgeschäft ist ein beliebtes Verfahren, um selten eingesetzten Spielern Spielpraxis zuzugestehen.

Da die Vereine ihre Spieler mit laufenden Verträgen natürlich nicht einfach so abgeben, muss der aufnehmende Klub für den Wunschspieler eine Entschädigung zahlen, meist einen gewissen Geldwert. Man spricht auch von der Ablösesumme. Die Ablösesumme bezieht sich auf den aktuellen Marktwert des Spielers.

Marktwert

Der Marktwert eines Spielers setzt sich unter anderem aus seinem Alter, den gezeigten Leistungen, der Position auf dem Spielfeld und der Restlaufzeit seines Vertrags bei einem Verein zusammen.

So entsteht auf dem Transfermarkt zwei Mal jährlich ein regelrechtes Ringen zwischen den größten Vereinen um die besten Spieler.

SPORT1 zeigt die wichtigsten Informationen rund um eines der spektakulärsten Themen im Weltfußball:

Transferperioden: Winter – und Sommertransfers

Alle Fußballvereine haben natürlich das ganze Jahr über die Möglichkeit, mit anderen Klubs über einen Transfer eines bestimmten Akteurs zu verhandeln. Innerhalb eines Jahres gibt es allerdings nur zwei Transferphasen, in welchen die Verträge unterzeichnet werden dürfen.

Je nach Verband und Liga unterscheiden sich die genauen Öffnungszeiten des Transferfensters um einige Stunden, Tage oder sogar Wochen. Im Folgenden wollen wir uns zunächst auf den Bundesliga-Transfermarkt konzentrieren:

Die Haupt-Transferperiode beginnt im Sommer, nachdem auch die letzten Wettbewerbe in den großen europäischen Ligen zu Ende gegangen sind. In der Bundesliga haben die Manager vom 01. Juli bis zum 31. August Zeit, ihre Kader zu verbessern oder Spieler abzugeben.

Der Bundesliga-Transfermarkt aktuell

In diesem Zeitraum ereignen sich die meisten Transfers, da die Teams so noch die Möglichkeit haben, ihre Neuzugänge in der großen Sommer-Vorbereitung in das Team einzugliedern.

Das Winter-Transferfenster ist dagegen nur im Januar geöffnet und wird häufig als "Resterampe" bezeichnet, da die meisten begehrten Spieler ihren Klub nicht mitten in der Saison verlassen dürfen.

Entwicklung auf dem Transfermarkt

Gerade in den vergangenen Jahren haben sich die Ablösesummen und die gezahlten Gehälter im Fußball explosionsartig erhöht. Schuld daran sind unter anderem das immer stärker werdende Engagement von privaten Investoren und der neue TV-Vertrag in der englischen Premier League.

Dadurch sind gerade die englischen Klubs finanziell überlegen und überschwemmen den Markt mit teils utopischen Preisen für einige Spieler. Auch das Engagement der chinesischen Super League, die Spieler mit astronomischen Gehältern in das "Reich der Mitte" locken will, trägt nicht gerade zu einer Verbesserung bei.

Durch diese Entwicklung sind mittlerweile viele Klubs nicht mehr in der Lage, ihre laufenden Ausgaben durch Einnahmen zu decken. Gerade viele ausländischen Klubs müssen deshalb auf Kreditfinanzierund oder den Einsatz von privatem Vermögen einiger Investoren zurückgreifen . Dadurch stieg die Verschuldung vieler Spitzenklubs in den letzten Jahren ins Uferlose.

Das Financial Fair Play (FFP) der UEFA

Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat der europäische Fußballverband UEFA das Financial Fair Play (FFP) ins Leben gerufen.

Nach dieser Regelung, die seit der Saison 2013/14 in Kraft ist, müssen im Verlauf der letzten drei Jahre relevante Einnahmen eines Vereins seine relevanten Ausgaben zumindest ausgleichen. Heißt grob verkürzt: Vereine dürfen nicht mehr für Transfers ausgeben als sie durch Verkäufe ihrer Spieler einnehmen.

Sollte das nicht der Fall sein, wird zunächst das davor liegende Jahr betrachtet, um zu beurteilen, ob es wenigstens eine positive Entwicklung gibt.

Und natürlich gibt es auch (noch) ein kleines Schlupfloch: Sollten die Ausgaben die Einnahmen doch übersteigen, kann die Differenz bis zu einem Betrag von 45 Millionen Euro durch private Geldgeber oder Investoren ausgeglichen werden.

Ab 2018 soll aber neu verhandelt werden, mit dem Ziel, diesen Betrag auf null zu senken. Teams, die gegen das FFP verstoßen, können von der UEFA bestraft werden - bspw. mit einer Transfersperre für eine gewisse Zeit. Alle Vereine haben mit der UEFA vereinbart, diese Sanktionen zu akzeptieren.

Die spektakulärsten Transfers aller Zeiten

Durch die höheren Ablösesummen ist es vor allem in den 2000er-Jahren zu einigen spektakulären Vereinswechseln gekommen. Den Höhepunkt setzte der Paris Saint-Germain mit dem Rekord-Transfer des Brasilianers Neymar. Für unglaubliche 222 Millionen Euro wechselte Naymar vom FC Barcelona zu den Franzosen.

Der Internationale Transfermarkt aktuell

Doch auch andere Superstars wie Cristiano Ronaldo, Gareth Bale, Ousmane Dembele waren in atemberaubende Transfers verwickelt.

SPORT1 zeigt die Top 10 der teuersten Transfers aller Zeiten:

1. Neymar Jr. vom FC Barcelona zu Paris Saint Germain: 222 Mio. Euro (2017)

2. Philippe Coutinho vom FC Liverpool zum FC Barcelona: 160 Mio. Euro (2018)

3. Ousmane Dembélé von Borussia Dortmund zm FC Barcelona: 105 Mio. Euro (2017)

4. Paul Pogba von Juventus Turin zu Manchester United: 105 Mio. Euro (2016)

5. Cristiano Ronaldo von Manchester United zu Real Madrid: 94 Mio. Euro (2009)

6. Gareth Bale von Tottenham Hotspur zu Real Madrid: 91 – 100 Mio. Euro (2013, Ablöse umstritten)

7. Gonzalo Higuain vom SSC Neapel zu Juventus Turin: 90 Mio. Euro (2016)

8. Neymar Jr. vom FC Santos zum FC Barcelona: 88,2 Mio. Euro (2013)

9. Romelu Lukaku von FC Everton zu Manchester United: 85 Mio. Euro (2017)

10. Virgil van Dijk von FC Southampton zu FC Liverpool: 84,5 Millionen Euro (2017)