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Das große EM-Powerranking: Ist Deutschland titelreif?

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Die Handball-EM in Norwegen, Österreich und Schweden steht vor der Tür. Die europäische Spitze ist ausgeglichen wie selten, gleich sieben Teams wird der Titel zugetraut. SPORT1 zeigt das Powerranking der Handball-EM - mit Einschätzungen des 2007er-Weltmeisters Christian Schwarzer
PLATZ 24: LETTLAND - Der klare Außenseiter. Die Letten geben ihr Debüt bei der Handball-EM. Ihr Topstar ist Dainis Kristopans von Vardar Skopje, aber auch der wird wohl nicht verhindern können, dass Lettland in der deutschen Gruppe chancenlos ist
PLATZ 23: BOSNIEN-HERZEGOWINA -
Ebenfalls zum ersten Mal bei der EM dabei. Die Bosnier ließen in der Qualifikation mit Siegen gegen Tschechien und Weißrussland aufhorchen - ein Punktgewinn in ihrer Gruppe käme trotzdem bereits einer Sensation gleich
PLATZ 22: NIEDERLANDE - Das nächste Team aus der deutschen Gruppe. Im Vergleich zu den erfolgreichen niederländischen Frauen hinkt der Männer-Handball noch hinterher. Zahlreiche Bundesliga-Akteure verstärken den Kader, dennoch wird mehr als ein Sieg gegen Lettland kaum drin sein
PLATZ 21: POLEN - Auf den ersten Blick mag es verwundern, die Polen so weit hinten zu sehen - doch das Team befindet sich aktuell im Umbruch. In einer Gruppe mit Schweden, Slowenien und der Schweiz wird es daher wohl nur zum letzten Platz reichen
PLATZ 20: TSCHECHIEN - 
Auch die Tschechen haben schon bessere Handball-Zeiten gesehen. Im Kader stehen gleich zehn Spieler aus den höchsten drei Ligen Deutschlands. In ihrer Gruppe sind sie leichter Außenseiter, aber sicher nicht chancenlos
PLATZ 19: RUSSLAND - Der dreimalige Weltmeister versprüht nicht mehr den Glanz früherer Tage. Inzwischen hat Russland zwar wieder gute Nachwuchsspieler. Doch diese brauchen wahrscheinlich noch ein wenig Zeit, bis mit den Russen wieder verstärkt zu rechnen ist
PLATZ 18: MONTENEGRO - In der Gruppe mit Kroatien, Serbien und Weißrussland ist von Platz 2 bis 4 alles möglich. Der Ausfall von Linksaußen Milos Vujovic wiegt allerdings schwer, zudem fehlt Vuko Borozan. Das könnte den Ausschlag geben, warum es für Montenegro nicht zum Einzug in die Hauptrunde reicht
PLATZ 17: UKRAINE - Die Ukrainer haben einige sehr talentierte Spieler wie Vitaly Nat oder Yuri Kostetsky in ihren Reihen. Sich in einer Gruppe mit Frankreich und Island durchzusetzen, wird trotzdem schwer werden. In der Vorbereitung wurde gegen die Niederlande und Schweiz verloren
PLATZ 16: PORTUGAL - Ein talentiertes Team, von dem man in Zukunft sicher noch mehr hören wird. In der starken Gruppe mit Frankreich und Norwegen ist ein Weiterkommen aber so gut wie ausgeschlossen
PLATZ 15: SERBIEN - Hier gilt das Gleiche wie für Montenegro - von Platz zwei bis vier ist alles möglich. Mit Marko Vujin und Petar Djordjic wäre das Team sicher ein Garant für die Hauptrunde gewesen - da diese jedoch fehlen, könnte das Team in der engen Gruppe den Kürzeren ziehen
PLATZ 14: SCHWEIZ - Das Abschneiden der Mannschaft steht und fällt mit Ausnahmekönner Andy Schmid. Der Löwen-Spielmacher ist das Prunkstück des Teams. Hat er einen Gala-Tag und erhält Unterstützung vom restlichen Team, können die Schweizer sogar das etwas höher eingeschätzte Slowenien überraschen
PLATZ 13: WEISSRUSSLAND - Die Weißrussen haben bereits öfter bewiesen, dass man sie nicht unterschätzen darf. Da Montenegro und Serbien wichtige Stars fehlen, könnte es für Weißrussland diesmal tatsächlich zum Einzug in die Hauptrunde reichen
PLATZ 12: SLOWENIEN - Nationaltrainer Ljubomir Vranjes legt viel Wert auf die Defensive in seinem Team. Bei der WM 2017 holte das Team sensationell Bronze. Ein ähnlicher Erfolg käme aber einem Wunder gleich. Slowenien wird sich mit der Schweiz um den zweiten Platz in Gruppe A streiten
PLATZ 11: UNGARN - Mit Veszprem und Pick Szeged gibt es in Ungarn zwei europäische Spitzenteams. Diese bringen auch einige starke nationale Spieler hervor. Der Ausfall von Richard Bodo und Mate Lekai schmerzt und könnte im Duell mit Island um Rang zwei in der Gruppe den Ausschlag geben
PLATZ 10: NORDMAZEDONIEN - Der große Star des Teams ist Kiril Lazarov. Um ihn herum sind einige Routniers und ansonsten zahlreiche junge Spieler, die erst noch Erfahrung sammeln müssen. Nordmazedonien hat eine machbare Gruppe erwischt und sollte da problemlos in die nächste Runde einziehen
PLATZ 9: ISLAND - Die absolute Hochzeit im isländischen Handball ist aktuell vorbei, eine schlagkräftige Truppe hat das Team aber immer noch. Unumstrittener Star des Teams ist Aron Palmarsson vom FC Barcelona. Dessen Brillanz sollte reichen, um Ungarn im Kampf um Rang zwei knapp hinter sich zu lassen
PLATZ 8: ÖSTERREICH - Mit dem Heimvorteil im Rücken will Österreich zur Überraschung des Turniers werden. In einer Gruppe mit Mazedonien, Tschechien und der Ukraine ist Österreich sogar der Gruppensieg zuzutrauen
DAS SAGT EXPERTE CHRISTIAN SCHWARZER: Daheim ist immer alles möglich. Gerade in kritischen Phasen bei engen Spielen kann ein Publikum dem Heimteam helfen, das Spiel doch noch für sich zu entscheiden. Daher kann Österreich bei diesem Turnier eine kleine Überraschungsmannschaft werden
PLATZ 7: KROATIEN - Zwei olympische Goldmedaillen, zwei EM- und ein WM-Titel - keine Frage, Kroatien ist eine Handball-Nation. Der Gruppensieg sollte den Kroaten mit Starspieler Domagoj Duvnjak nicht zu nehmen sein. Für das Halbfinale fehlt es womöglich in der Breite
DAS SAGT SCHWARZER: Die Kroaten sind immer gefährlich durch ihre Unberechenbarkeit. Ich sehe sie nicht ganz oben, aber auf alle Fälle als eines der Top-8-Teams. Mit einer guten Mischung aus erfahrenen Spielern wie Duvnjak und guten Nachwuchsspielern sind sie ein Team, welches für das Halbfinale in Frage kommt
PLATZ 6: DEUTSCHLAND - Das DHB-Team wurde im Vorfeld des Turniers von Verletzungspech geplagt. Gleich sechs Rückraumspieler fallen aus. Gegen Spanien wird es um den Gruppensieg gehen. Gewinnt man das Spiel, stehen die Chancen auf das Halbfinale gut
DAS SAGT SCHWARZER: Unser Team hat sicher die Qualität, um das Halbfinale mitzuspielen. Und wenn man dort ist, ist alles möglich. Unsere beiden Torhüter werden in Kombination mit unserer sehr guten Abwehr einen großen Anteil daran haben. Funktioniert das, traue ich der Mannschaft den Einzug ins Halbfinale oder Finale zu
PLATZ 5: SPANIEN - Den Titelverteidiger muss man natürlich immer auf der Rechnung haben. Spanien und Deutschland befinden sich auf Augenhöhe. Die Frage wird sein, ob der eine oder andere Veteran schon über dem Leistungszenit ist
DAS SAGT SCHWARZER: Sie haben gezeigt, dass sie jeden schlagen können. Mit de Vargas haben sie einen Ausnahmetorhüter aus Barcelona. Gerade in der Weltspitze, wenn es um die Medaille geht, werden bei allen Teams die Torhüter ausschlaggebend sind. Ich sehe sie aber etwas hinter Dänemark, Frankreich und Schweden
PLATZ 4: NORWEGEN - Mit den Norwegern beginnen die großen vier Teams, die etwas vor dem Rest stehen. Im Rückraum verfügen die Norweger über unglaublich fähige Spieler - nur der Ausfall von Kapitän und Kreisläufer Bjarte Myrhol trübt das Bild
DAS SAGT SCHWARZER: Schade, dass Myrhol ausfällt - aber sie haben noch viele andere Spieler, die jetzt noch einmal mehr gereift sind. Zum Beispiel Sagosen in Paris, der dort noch mehr Erfahrung sammeln konnte und sich weiter steigern wird. Norwegen hat gezeigt, dass sie ein Team für die Medaillen sind
PLATZ 3: SCHWEDEN - Der Gruppensieg sollte für den Silber-Medaillengewinner der EM 2018 kein Problem sein. In einem möglichen Halbfinale könnte der Heimvorteil im Rücken die Schweden beflügeln und den Unterschied machen
DAS SAGT SCHWARZER: Sie werden wie Deutschland und Dänemark bei vergangenen Turnieren den Heimvorteil zu nutzen wissen. Die Schweden haben in der Vergangenheit gezeigt, dass sie ganz oben anklopfen können. Für mich sind sie ein heißer Kandidat auf das Halbfinale
PLATZ 2: FRANKREICH - Keine Handball-EM oder WM ohne die Franzosen als einer der Topfavoriten. Bei den letzten beiden Großereignissen gab es zweimal Bronze - diesmal ist Gold das Ziel. Schmerzhaft ist aber der Ausfall von Kentin Mahe
DAS SAGT SCHWARZER: Sie sind seit 15 Jahren auf absolutem Top-Niveau und haben viele gute Nachwuchsspieler, die nach oben drängen. Frankreich hat es immer wieder bewiesen, dass sie da oben hingehören. Daher wird das auch diesmal wieder so sein
PLATZ 1: DÄNEMARK - Der absolute Topfavorit auf dem Titel nach der überragenden Vorstellung bei der WM 2019. Gefühlt sind die Dänen sogar noch einmal stärker geworden, haben mehr Erfahrung gesammelt und zudem einen weiteren neuen Hoffnungsträger mit Nicolas Kerkelokke
DAS SAGT SCHWARZER: Bei der WM waren sie eine Klasse besser als alle anderen. Sie hatten natürlich auch bis auf ein Spiel immer Heimvorteil, aber die Leistung war sehr beeindruckend. Deshalb gehören sie auch diesmal wieder zu den absoluten Topfavoriten
Das große EM-Powerranking: Ist Deutschland titelreif?
Die Handball-EM in Norwegen, Österreich und Schweden steht vor der Tür. Die europäische Spitze ist ausgeglichen wie selten, gleich sieben Teams wird der Titel zugetraut. SPORT1 zeigt das Powerranking der Handball-EM - mit Einschätzungen des 2007er-Weltmeisters Christian Schwarzer
@SPORT1-Montage/Imago