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Die Karriere des Michel Platini

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Neuer Ärger für Fußball-Legende Michel Platini. Der ehemalige Uefa-Präsident musste sich in Polizeigewahrsam im Pariser Vorort Naterre den Fragen der Ermittler stellen. Der derzeit für alle Fußballaktivitäten gesperrte Platini soll sich wegen eines geheimen Treffens mit dem damaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, Tamim Bin Hamad Al Thani, Emir von Katar, und Hamad Ben Jassem, damaliger Premierminister Katars, verantworten.
Bei einem Mittagessen am 23. November 2010 im Elysee-Palast in der französischen Hauptstadt sollen Absprachen über die WM-Vergabe nach Katar getroffen worden sein. Katar sollte den französischen Klub Paris St. Germain kaufen, im Gegenzug würde Platini seine Kontakte spielen lassen und für Stimmen bei der WM-Vergabe werben. SPORT1 blickt auf seine Karriere zurück
Für Platini war der Passgeber immer wichtiger als der Vollstrecker. Als Zehner waren seine Freistöße und Pässe bei Gegnern gefürchtet. In der französischen Liga wurde er mit AS Nancy 1978 Französischer Pokalsieger und mit AS Saint-Etienne 1981 Französischer Meister
Kuss für den Pokal. Michel Platini wird 1984 mit Frankreich Europameister und mit neun Treffern Torschützenkönig
Platini wurde 1983, 1984 und 1985 zu Europas Fußballer des Jahres gewählt. Seine größten Erfolge feierte er mit Juventus Turin in der Serie A
Der wahrscheinliche bitterste Sieg seiner Karriere. Juventus Turin gewann am 29. Mail 1985 das Endspiel des Fußball-Europapokals der Landesmeister gegen den FC Liverpool. Bei der Katastrophe von Heysel kamen vor dem Spiel 39 Menschen ums Leben. Liverpooler Fans stürmten einen neutralen Sektor, in dem sich italienische Fans aufhielten. Aufgrund von Sicherheitsbedenken entschieden sich die Verantwortlichen dazu die Partie anzupfeifen
Unter Trainer Giovanni Trapattoni wurde Platini in Turin zum Dirigenten im Mittelfeld
1987 beendete Platini im Alter von 31 Jahren seine aktive Karriere in Turin. Mit den Italienern gewann er zwei Meisterschaften, wurde Italienischer Pokalsieger, holte den Europapokal der Pokalsieger und den Europapokal der Landesmeister
Eigentlich wollte Platini nach eigener Aussage nie Trainer werden
Von 1988 bis 1992 übernahm er dann doch den Posten des Französischen Nationaltrainers. Nach dem Ausscheiden in der EM-Vorrunde 1992 in Schweden trat er zurück
Spieler, Trainer, Funktionär - Platini begann seine Funktionärszeit 1993 als Vizepräsident des Organisationskomitees der Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich. Als Blatters Vertrauter unterstützte er den Schweizer bei dessen Wahl zum Fifa-Präsidenten
An die Spitze der Uefa wurde Platini am 26. Januar 2007 in einer Kampfabstimmung gegen Lennart Johansson gewählt. Seitdem führte er den Dachverband der Europäischen Fußballverbände an. Anfang 2011 wurde er vom Uefa-Exekutivkomitee für vier weitere Jahre als Präsident bestätigt
Im April wurde Platini zum dritten Mal zum UEFA-Präsidenten gewählt. Den FIFA-Thron hatte er ebenso im Blick: Er brach mit seinem langjährigen Verbündeten Blatter, wollte ihn beerben
Doch vor der Präsidentschaftswahl  2015 wurde die Millionenzahlung aus dem Jahr 2011 bekannt. Nach Platinis und Blatters Darstellung war es ein verspätetet Lohn für frühere Beratertätigkeiten. Sie konnten ihre Version nicht glaubhaft machen
Sechs Jahre hat ihn die Ethikkommission dafür gesperrt: Der frühere Weltklasse-Fußballer konnte den Verdacht nicht ausräumen, dass ihn Blatter 2011 als Gegenleistung für Unterstützung im Präsidentschaftswahlkampf bestach.
Im Mai 2016 trat Platini dann auch als UEFA-Präsident zurück, zuvor hatte der Internationale Sportgerichtshof seine Sperre bestätigt, aber auf vier Jahre verkürzt. Nach den jüngsten Vorfällen und seiner Festnahme, dürfte Platini, dessen Sperre im Oktober ausläuft, aber keine Zukunft mehr im Fußball haben
Die Karriere des Michel Platini
Neuer Ärger für Fußball-Legende Michel Platini. Der ehemalige Uefa-Präsident musste sich in Polizeigewahrsam im Pariser Vorort Naterre den Fragen der Ermittler stellen. Der derzeit für alle Fußballaktivitäten gesperrte Platini soll sich wegen eines geheimen Treffens mit dem damaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, Tamim Bin Hamad Al Thani, Emir von Katar, und Hamad Ben Jassem, damaliger Premierminister Katars, verantworten.
@Getty Images