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Die Tops & Flops der Bundesliga-Hinrunde

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Weihnachten steht vor der Tür, Eintracht Frankfurts Haris Seferovic hat den Fans schon während der Vorrunde sieben Tore beschert. Er ist nicht der einzige Spieler, der die Zuschauer begeistert hat. Andere Bundesliga-Akteure werden unter dem Weihnachtsbaum mit ungutem Gefühl auf die vergangenen Monate zurückblicken. SPORT1 zeigt die Tops und Flops der Vorrunde
Transfer der Hinrunde: Wer Xabi Alonso schon aufs Altenteil abschieben will, sieht sich in den letzten Monaten eines Besseren belehrt. Der 33-Jährige ist seit seinem überraschenden Wechsel im Sommer für rund acht Millionen Euro von Real Madrid zum FC Bayern der Dreh- und Angelpunkt bei den Münchnern. In Abwesenheit des lange verletzten Bastian Schweinsteiger schwingt er sich zum unumstrittenen Dirigenten auf. Beim 2:0 in Köln Ende September stellt Alonso mit 204 (!) Ballkontakten sogar einen Liga-Rekord auf
Tor der Hinrunde: Der Fußweg zur Stätte von Moritz Stoppelkamps bislang größter Tat ist genau 82,3 Meter lang und trägt seinen Namen. Die Moritz-Stoppelkamp-Allee führt über den Vorplatz der kleinen Arena des SC Paderborn. In jener Arena trifft der Mittelfeldspieler am 20. September aus der eigenen Hälfte zum 2:0 gegen Hannover 96, stellt mit seinem Tor aus 82,3 Metern einen Bundesliga-Rekord auf und beschert dem SCP sensationell sogar die zwischenzeitliche Tabellenführung. Am Ende der Hinrunde steht Paderborn auf einem starken zehnten Platz
Torjäger der Hinrunde: Alexander Meier, Offensiv-Allrounder von Eintracht Frankfurt, ist mit 13 Toren treffsicherster Akteur in der Hinrunde. Robert Lewandowski, Arjen Robben, Klaas-Jan Huntelaar - sie alle stehen im Schatten des 31-Jährigen
Blitztor der Hinrunde: Die Partie zwischen Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen am 1. Spieltag beginnt furios: Anstoß Stefan Kießling, anschließend läuft der Ball über Hakan Calhanoglu, Heung-Min Son und Sebastian Boenisch zu Karim Bellarabi. "Dann habe ich einfach draufgehalten, plötzlich war er drin", schilderte der 24-Jährige sein Blitztor. Unter dem neuen Bayer-Trainer Roger Schmidt hat Bellarabi eine eindrucksvolle Entwicklung genommen, nachdem er in der vergangenen Saison noch an Eintracht Braunschweig ausgeliehen worden war
Spieler der Hinrunde: Seit Monaten unterstreicht Arjen Robben mit seinen unwiderstehlichen Alleingängen seine Ausnahmestellung - selbst im Starensemble des FC Bayern. Zehn Hinrundentreffer unterstreichen dies noch. Trainer Pep Guardiola lobte zuletzt die "überragende Mentalität" seiner Profis: "Sie haben in den letzten beiden Jahren schon alles gewonnen, aber sie wollen immer weiter gewinnen, gewinnen, gewinnen." Robben lebt dies bei den Münchnern in besonderer Weise vor. Für Guardiola ist er deshalb "ein super Profi, ein super Spieler. Ich freue mich über Spieler mit so einer überragenden Qualität".
Trainer der Hinrunde: Warum seine Spieler nach den WM-Strapazen schon seit Wochen gut in Form seien, wurde Pep Guardiola unlängst gefragt. "Ich bin ein super Trainer", antwortete der 43 Jahre alte Spanier, wollte dies aber als Scherz verstanden wissen. Dem Erfolgscoach des FC Bayern ist es in der Hinrunde exzellent gelungen, den befürchteten WM-Kater in München erst gar nicht aufkommen zu lassen. Guardiola änderte oft die Systeme und das Personal - das Ergebnis war fast immer gleich: Der Rekordmeister ist auch in dieser Saison nicht aufzuhalten und spielt auch dank Guardiola in einer eigenen Liga
Überraschung der Hinrunde: Wer dachte, der FC Augsburg sei eine Eintagsfliege der Vorsaison, sieht sich in der Hinrunde getäuscht. Mit Konzepttrainer Markus Weinzierl mischen die Schwaben die Liga auf und stehen auf einem sensationellen sechsten Platz - punktgleich mit den Gladbachern, die Champions-League-Platz vier belegen
Bayern-Jäger der Hinrunde: Der Vormarsch des VfL Wolfsburg geht weiter. Mit 34 Punkten und Rang zwei legen die "Wölfe" die beste Hinrunde ihrer Vereinshistorie hin - besser noch als in der Meistersaison 2008/2009. Der Vorsprung auf den Tabellendritten beträgt bereits sechs Zähler. Damit ist der VfL der letzte verbliebene Bayern-Jäger, wenn auch mit dem respektablen Rückstand von elf Zählern
Vorbereiter der Hinrunde: Wenn Kevin De Bruyne an den Ball kommt, droht dem gegnerischen Tor Gefahr. Die zehn Torvorlagen des Belgiers sind Ligabestwert. An mehr als jedem dritten Tor der Wolfsburger ist De Bruyne beteiligt, der damit eine der Stützen des VfL-Aufschwungs ist
Entlassung der Hinrunde: Am Schluss geht es doch ganz schnell: Die lange Leidenszeit von Jens Keller bei Schalke 04 endet am 7. Oktober - nur drei Tage nach dem 1:2 bei 1899 Hoffenheim am 7. Spieltag. Auch der 2:1-Derbysieg eine Woche zuvor gegen Borussia Dortmund kann den 43-Jährigen nicht retten. Seit seinem Amtsantritt im Dezember 2012 hatte Keller in der Kritik gestanden. Der Fehlstart in diese Saison kostet den Schwaben schließlich den Job
Eigentor der Hinrunde: Im Moment, in dem der Ball seinen Fuß verlässt, ahnt Christoph Kramer schon Böses. "Ich dachte sofort: Scheiße", sagt der Weltmeister über sein kurioses Eigentor aus 45 Metern, mit dem er den eigenen Torhüter gekonnt überlupft hatte. Besonders bitter: Mehr Treffer fallen nicht beim Gastspiel der Mönchengladbacher Borussia in Dortmund, am Ende heißt es 0:1
Schoßkätzchen der Hinrunde: Ladehemmung, Torschusspanik, Horrorserie: Geschlagene 507 Minuten müssen die leidgeprüften Fans des Hamburger SV warten, bis sie am sechsten Spieltag endlich den ersten Treffer ihres Teams in dieser Spielzeit bejubeln dürfen. Richtig verändert sich nach dem Premierentor an der Elbe aber nicht. Noch immer krebst der HSV im Tabellenkeller herum und stellt mit Abstand die harmloseste Offensive der Liga (neun Tore nach 17 Spielen). Mit nur zwei Auswärtstoren in der Hinrunde stellen die Hanseaten zudem den Tiefstwert von Eintracht Frankfurt aus der Saison 1988/89 ein
Absteiger der Hinrunde: Marco Reus wird 2014 an Silvester als Seuchenjahr abhaken. Denn die Serie der Blessuren der Nationalspielers scheint nicht abzureißen. Derzeit ist Reus seit dem 22. November wegen eines Außenbandrisses im Sprunggelenk außer Gefecht. Im Dezember wird dann zu allem Überfluss noch die Führerschein-Affäre publik. Reus war nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis, setzte sich trotzdem hinters Steuer. Die Polizei erwischte ihn, jetzt muss er 540.000 Euro Strafe blechen
Enttäuschung der Hinrunde: Shinji Kagawa wird empfangen wie ein Popstar, mit Willkommens-Plakaten und lautstarken Sprechchören. Keine Frage, die Rückkehr des Publikumslieblings von Borussia Dortmund nach einem zweijährigen Gastspiel beim englischen Rekordmeister Manchester United ist eine Herzensangelegenheit. Zwar feiert Kagawa beim 3:1 im Heimspiel am 13. September gegen den SC Freiburg mit einem Treffer ein Traum-Comeback, doch seither bleibt der 25-Jährige vieles schuldig, was nicht zuletzt den allgemeinen Problemen des BVB im Abstiegskampf geschuldet ist
Rücktritt der Hinrunde: Armin Veh sollte den VfB Stuttgart wieder nach oben führen - doch nach nur 146 Tagen im Amt tritt der 53-Jährige völlig überraschend zurück. Nach nur neun Punkten aus zwölf Bundesligaspielen sieht Veh keinen anderen Weg mehr. Er sei für die prekäre Situation "verantwortlich. Uns und mir fehlte einfach auch das notwendige Quäntchen Glück in vielen knappen Spielen", begründet Veh, 2007 noch gefeierter Meistertrainer beim VfB, seinen Schritt. Als Nachfolger holen die Schwaben Vehs Vorgänger Huub Stevens zurück
Absturz der Hinrunde: Der deutsche Vizemeister Borussia Dortmund und aktuelle Achtelfinalist der Champions League kämpft in der Bundesliga nicht um den Titel, sondern um den Klassenerhalt. Der Sturz auf Tabellenplatz 18 am 13. Spieltag sorgt für Alarmstimmung. Noch vor 18 Monaten Champions-League-Finalist, bricht das Team von Trainer Jürgen Klopp derzeit alle Negativrekorde. Neun Niederlagen nach 15 Spielen, das gab es zum Beispiel zuletzt vor 30 Jahren. Und nur 15 Tore in 15 Begegnungen erzielte der BVB zuletzt in der Abstiegssaison 1971/72. Die erneute Champions-League-Teilnahme ist somit in weite Ferne gerückt
Degradierung der Hinrunde: Bei der Nationalmannschaft rückt der spätberufene Roman Weidenfeller ohne Murren ins zweite Glied, bei Borussia Dortmund erlebt der Weltmeister die wohl härtesten Zeit seiner Laufbahn. Degradiert und für den Rest der Hinrunde auf die Bank beordert, setzt Trainer Jürgen Klopp derzeit auf den Australier Mitchell Langerak. Inzwischen hat Klopp seine Maßnahme in einem Gespräch mit seinem Routinier geklärt. Im neuen Jahr, so der BVB-Coach, beginnt alles bei null
Treterei der Hinrunde: 54 Fouls, neun Gelbe Karten. Die Rückkehr von Hakan Calhanoglu mit Bayer Leverkusen zum Hamburger SV wird zum Giftgipfel. Auch die Trainer Joe Zinnbauer und Roger Schmidt geraten an der Seitenlinie aneinander. Am Ende behält der HSV mit 1:0 die Oberhand
Schießbude der Hinrunde: Werder Bremen kassiert 39 Gegentore in 17 Spielen - mehr als jede andere Mannschaft. Es setzt einige herbe Klatschen darunter am 8. Spieltag ein 0:6 in München. Trainer Robin Dutt bekommt die Defensive nicht in den Griff und muss nach neun Partien gehen. Aber auch unter Viktor Skripnik bleibt Werders Abwehr löchrig
Schlusslicht der Hinrunde: SC Freiburg. Bis wenige Sekunden vor Ende der Partie gegen Hannover 96 steht der Sport-Club auf Platz 17. Doch dann schlägt Roman Bürki den Ball nach vorne, anstatt ihn mit den Händen aufzunehmen. Hannovers Joselu trifft zum 2:2. Zum fünften Mal verspielen die Freiburger nach der 88. Minute einen Vorsprung
Die Tops & Flops der Bundesliga-Hinrunde
Weihnachten steht vor der Tür, Eintracht Frankfurts Haris Seferovic hat den Fans schon während der Vorrunde sieben Tore beschert. Er ist nicht der einzige Spieler, der die Zuschauer begeistert hat. Andere Bundesliga-Akteure werden unter dem Weihnachtsbaum mit ungutem Gefühl auf die vergangenen Monate zurückblicken. SPORT1 zeigt die Tops und Flops der Vorrunde
@Getty Images