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UFC: Die größten Skandale um Conor McGregor, Khabib, Brock Lesnar, Jon Jones

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Ihre Großveranstaltungen sind Mega-Events, auch in Deutschland fiebert mittlerweile ein breites Publikum mit Conor McGregor und Co. Die Kampfsport-Liga UFC ist ein globales Phänomen geworden, ihre Mutterfirma Zuffa mehrere Milliarden Dollar wert – immer wieder aber überschatten Skandale ihren Erfolg.
Zuletzt ist jetzt Jon Jones auffällig geworden. Er soll im April, laut Medienberichten, in einem Stripklub eine Kellnerin tätlich angegriffen und genötigt haben. Der UFC-Star soll die Kellnerin zu einem Lap Dance aufgefordert haben, was ihr aber vom Klub aus nicht gestattet ist.
Daraufhin soll sie Jones auf seinen Schoß gezogen und am Nacken geküsst haben. Zusätzlich soll er die Frau auch noch in einen Würgegriff genommen und sie anschließend im Intimbereich angefasst haben. Zwei Mal hätte sie ihn darauf hingewiesen, dass er sie dort nicht berühren darf, es sei denn, er bezahle 100 US-Dollar.
Aber "er hat einfach weitergemacht, bis er den Laden verlassen hat", gab sie später bei der Polizei zu Protokoll. Da Jones zwischenzeitlich einen Termin zur Anhörung vor Gericht versäumt hatte, wurde er sogar per Haftbefehl gesucht. Dieser ist mittlerweile aber wieder aufgehoben
Auch andere Stars der UFC sind skandalbehaftet, neben gewalttätigen Eskalationen gab es auch oft Doping-Wirbel. Generell ist der Aufstieg der Liga zum Massenphänomen eng mit ihrem kontroversen Image verknüpft. SPORT1 zeigt die Skandale der UFC-Stars
SKANDAL-AKTE CONOR MCGREGOR: Der charismatische Ire pflegt seinen Ruf als Bad Boy - er ist sehr förderlich für seine Popularität und seinen Marktwert. Oft wirken seine Eklats ähnlich inszeniert wie die der von ihm geschätzten Wrestling-Liga WWE, immer wieder aber trieb er es auch definitiv zu weit
Vor seinem Kampf gegen Nate Diaz 2016 endete eine Pressekonferenz damit, dass Diaz mit seiner Entourage den Saal verließ und McGregor auf dem Weg den Stinkefinger und andere Verhöhnungen entgegen hielt
Schließlich flogen Gegenstände aus beiden Lagern, McGregor selbst warf mehrere volle Plastik-Wasserflaschen und eine Energy-Drink-Dose in Richtung Diaz. Die Gefahr, dass Unbeteiligte verletzt werden, nahm er billigend in Kauf
Tatsächlich behauptete ein Sicherheitsmitarbeiter, von McGregor getroffen worden zu sein und reichte Klage ein, der Fall ist noch anhängig. Unabhängig davon wurde McGregor auch für diesen Vorfall zu einer Geldstrafe (25.000 Dollar) und Sozialstunden (25) verurteilt
McGregor sorgte einmal auch für einen Skandal, als eigentlich sein Kumpel Charlie Ward für die kleinere Liga Bellator im Oktagon stand. McGregor sprang nach einem K.o.-Hieb von Ward gegen John Redmond in den Käfig, um mit seinem Landsmann zu feiern
Das Problem: Der Kampf war noch nicht offiziell vorbei, der Ringrichter wollte eigentlich noch sicherstellen, dass der K.o. vor dem Rundenende geschah und Redmonds Zustand bewerten. Er ging dazwischen, McGregor schubste ihn dafür - und ohrfeigte einen anderen Offiziellen, der das Chaos ordnen wollte
Nach dem Mega-Fight der UFC zwischen McGregor und Khabib Nurmagomedov, den der Russe durch Aufgabe nach einem Würgegriff gewann, kam es zu einer wüsten Massenschlägerei
Nurmagomedov kletterte über den Käfig und sprang von der Umrandung ins Publikum, prügelte sich dort mit Betreuern von McGregor. McGregor wurde gleichzeitig im Ring erneut attackiert
Drei Teammitglieder des Russen wurden festgenommen, sind aber wieder auf freiem Fuß, weil McGregor keine Anzeige erstattete. Der Prügel-Eklat hat eine Vorgeschichte, die mindestens ebenso skandalös ist
McGregor war schon im April vor dem Fight bei einem Pressetermin in den Katakomben auf einen Bus mit UFC-Fightern losgegangen, dabei demolierte er unter anderem die Scheibe. Hinterher tönte McGregor in Richtung Nurmagomedov: "Wenn er rausgekommen wäre, wäre er jetzt tot und ich in einer Zelle"
McGregor wurde wegen des Vorfalls zu fünf Tagen Sozialdienst und Anti-Aggressionstraining verurteilt. Spekulationen, dass es sich bei dem Vorfall um einen inszenierten Publicity-Stunt handelte, dementierte UFC-Boss Dana White
Im März 2019 hat McGregor seine Akte um ein weiteres Kapitel erweitert. Am Montag ist er festgenommen worden, nachdem er das Handy eines Fans erst aus der Hand geschlagen hat und anschließend auf dem Gerät herumgetrampelt ist
Die Polizei nahm McGregor nach Ansicht des Videomaterials in dessen Wohnung fest. Er wurde später gegen Zahlung einer Kaution in Höhe von 12.500 Dollar wieder freigelassen
SKANDAL-AKTE JON JONES: Der zweimalige Halbschwergewichts-Champion gilt unter Experten als bester Athlet der UFC. Immer wieder aber macht er sich sein sportliches Potenzial durch teils unglaubliche Aktionen selbst zunichte
Ein kleiner Auszug aus der Liste seiner Verfehlungen: Trunkenheit am Steuer, Kokain-Missbrauch, homophobe Kommentare bei Instagram (er behauptete, gehackt worden zu sein), eine Prügelei mit Gegner Daniel Cormier, Fahrerflucht nach einem Unfall, bei dem eine schwangere Frau verletzt wurde
Jones stand auch im Mittelpunkt, als erstmals ein UFC-Event abgesagt werden musste: Im September 2012 weigerte er sich gegen Chael Sonnen anzutreten, der kurzfristig den verletzten Dan Henderson ersetzen sollte. Er erntete heftige Kritik - obwohl in dem Fall  verständlich war, dass er Vorbereitungszeit für den neuen Kontrahenten einforderte
Vor dem Karriere-Ruin stand Jones, als er 2016 und 2017 dreimal durch Dopingtests fiel. Als Wiederholungstäter drohte ihm schließlich eine vierjährige Sperre, zu seinem Glück glaubten ihm die Dopingjäger, dass er unabsichtlich kontaminierte Produkte einnahm, er kam mit einer einjährigen und einer 15-monatigen Sperre davon
Vor Jones Comeback-Kampf gegen Alexander Gustafsson gab es erneut Wirbel um einen Positiv-Test - angeblich durch Restspuren von 2017 verursacht. Aus bürokratischen Gründen wurde der Kampf kurzfristig aus Las Vegas nach Kalifornien verlegt - weil die Athletikkommission von Nevada nicht schnell genug für Klärung sorgen konnte
SKANDAL-AKTE BROCK LESNAR: Der WWE-Star regierte zwischen 2008 und 2010 als Schwergewichts-Champ bei der UFC und bescherte der Liga wegen seiner Crossover-Popularität viele große Zahltage. 2016 wagte er ein Comeback - das in einem Doping-Debakel endete
Lesnar wurde vor seinem Sieg über Mark Hunt positiv auf den verbotenen Hormonblocker Clomifen getestet und für ein Jahr gesperrt. Er beendete seine UFC-Karriere, entschloss sich dann aber doch zu einem weiteren Anlauf. Erst aber muss seine verzögerte Sperre ablaufen
SKANDAL-AKTE UFC: Nicht nur ihre Star-Kämpfer, auch die Liga selbst ist von einer kontroversen Geschichte geprägt. In ihren Anfängen, in den Neunzigern, vermarktete sie sich als weitgehend regelloser Fight Club
In den frühen Käfig-Fights waren Kopfstöße ebenso erlaubt wie Tiefschläge, Haareziehen und so genanntes "Fish-Hooking", das Zerren an Mund, Nasenlöchern oder anderen Körperöffnungen. Als die Politik darauf aufmerksam wurde, war das Entsetzen groß
Der 2018 verstorbene US-Senator John McCain bezeichnete die UFC als "menschliche Hahnenkämpfe" und schickte Verbotsforderungen an alle 50 zuständigen US-Gouverneure, 36 von ihnen folgten dem Aufruf. Der UFC drohte das Aus
Die in die Defensive geratene Liga sah ein, dass sie sich zügeln musste. Die schlimmsten Gewaltexzesse wurden verboten, Handschuhe und Gewichtsklassen eingeführt, die Kooperation mit den Athletik-Kommissionen gesucht. Die gebändigte UFC wurde zu einer überaus erfolgreichen Sportliga, auch McCain erkannte es an
Der schlechte Ruf beeinträchtigt die UFC dennoch bis heute. In Deutschland bekam die UFC 2010 TV-Verbot, die Bayerische Landeszentrale für neue Medien monierte "Tabubrüche, wie das Einschlagen auf einen am Boden liegenden Gegner"
Die UFC wandelt bis heute auf einem schmalen Grat zwischen seriösem Sport und teils bewusst gepflegtem Schmuddel-Image. Ob sich das je ändert? Ungewiss. Der Rückkampf zwischen McGregor und Khabib kommt bestimmt ...
UFC: Die größten Skandale um Conor McGregor, Khabib, Brock Lesnar, Jon Jones
Ihre Großveranstaltungen sind Mega-Events, auch in Deutschland fiebert mittlerweile ein breites Publikum mit Conor McGregor und Co. Die Kampfsport-Liga UFC ist ein globales Phänomen geworden, ihre Mutterfirma Zuffa mehrere Milliarden Dollar wert – immer wieder aber überschatten Skandale ihren Erfolg.
@Getty Images