Galerien>

Bodychecks, Bisse, Buße: Die längsten Sperren im Fußball

1 / 32
Nach seiner Attacke gegen Freiburg-Trainer Christian Streich ist David Abraham vom DFB-Sportgericht für sieben Spiele bis zum Jahresende gesperrt worden. Damit reiht sich Eintracht Frankfurts Kapitän in die Reihe der am längsten gesperrten Fußballer ein. SPORT1 zeigt Abrahams Vorgänger
DIEGO COSTA: Der Stürmer von Atletico Madrid flog Anfang des Jahres im Topduell beim FC Barcelona schon nach 28 Minuten vom Platz und danach für acht Spiele aus dem Verkehr gezogen. Die Sperre umfasst vier Spiele wegen Beschimpfung des  Schiedsrichters und noch einmal vier Spiele obendrauf, weil Costa den Unparteiischen attackierte
HAKAN CALHANOGLU: Mit einer Sperre von vier Monaten - und noch 100.000 Euro Bußgeld durch seinen Klub  - bestrafte die FIFA den Ex-Leverkusener in der Saison 2016/17 für eine "Jugendsünde". Hintergrund war eine Auseinandersetzung zwischen dem damals 17-Jährigen und dem türkischen Erstligisten Trabzonspor
Während seiner Zeit beim Karlsruher SC im Jahr 2011 hatte Calhanoglu (jetzt beim AC Mailand)  eine Vereinbarung mit Trabzonspor bezüglich eines Wechsels getroffen. Er verlängerte jedoch dann seinen Vertrag beim Karlsruher SC und wechselte später zum HSV
ULI STEIN: Der HSV-Torwart schlug im Supercup-Finale 1987 Bayern-Angreifer Jürgen Wegmann mit der Faust ins Gesicht. Stein flog nicht nur vom Platz, sondern auch beim HSV raus. Zudem erhielt er vom DFB eine zehnwöchige Sperre
LUIS SUAREZ: Der Barca-Star gilt geradezu als "Spezialist" für Langzeitsperren. Acht Spiele musste Suarez 2011 wegen rassistischer Beleidigungen gegen...
... Patrice Evra (r.) aussetzen. Beim ersten Duell nach seiner Sperre verweigerte der Urugayer dem damaligen United-Star den Handschlag
Im Jahr 2013 war der damalige Liverpooler Stürmer nach einem Biss in den Unterarm von Branislav Ivanovic sogar für zehn Spiele gesperrt worden
Ein Jahr später biss Suarez wieder zu. Im WM-Duell gegen Italien war Giorgio Chiellini das Opfer. Jenes Mal musste er für neun Spiele aussetzen
Erst am 26. Oktober 2013, über zwei Monate nach dem Saisonstart, feierte der "Vampir" das Debüt für seinen neuen Arbeitgeber FC Barcelona
PEPE: Auch der frühere Real-Star ist kein Kind von Traurigkeit. Der Portugiese wurde in den vergangenen Jahren zwar ruhiger, doch eine negative Aktion bleibt unvergessen
In der Saison 2008/09 tickte Pepe in einem Spiel gegen den FC Getafe aus, als ein Elfmeter gegen sein Team gepfiffen wurde. Er trat dreimal auf den Rücken seines am Boden liegenden Gegenspieler Javier Casquero...
...und wurde unter anderem mit einer Sperre von zehn Spielen bestraft. "Ich wusste in jenem Moment nicht, wer ich war", gab Pepe später zu verstehen
ERIC CANTONA: Die Kung-Fu-Attacke des Franzosen ist längst unrühmlicher Teil der Fußball-Geschichte. Der Stürmer von Manchester United sah im Januar 1995 die Rote Karte und wurde auf dem Weg in die Kabine von einem Palace-Fan beleidigt und bespuckt
Der heißblütige Cantona sprang daraufhin auf den pöbelnden Anhänger mit den Stollen voraus. Die Sperre war drakonisch: Ein halbes Jahr lang musste United ohne den französischen Star auskommen
Auch nach seiner Karriere - im Alter von 50 Jahren - war Cantona wenig einsichtig. "Ich habe ihn nicht hart genug getreten. Ich hätte ihn härter treten sollen", erklärte er einst in einem Interview mit "Fourfourtwo"
NORBERT MEIER: Am 6. Dezember 2005 spielte sich in der Duisburger Arena ein besondere Komödie ab. MSV-Coach Meier verwies auf der Pressekonferenz nach dem Duell der "Zebras" gegen den 1. FC Köln auf eine Schramme unter seinem rechten Auge, ...
...die er sich nach eigenen Angaben durch einen Kopfstoß des Kölner Mittelfeldspielers Albert Streit zugezogen hatte. In der Tat war es während des Spiels zu einem "Kopf-an-Kopf-Duell" der beiden gekommen
An dessen Ende lag Meier auf dem Boden. Die TV-Bilder bewiesen allerdings klar, dass die Aktion von Meier ausging und er nur den sterbenden Schwan mimte. Der DFB sperrte den Coach für drei Monate, der MSV trennte sich von ihm
PAOLO GUERRERO: Die bis zu diesem Zeitpunkt viertlängste Sperre in der Bundesliga erhielt der Ex-Hamburger Guerrero. Mit 30 Metern Anlauf streckte der peruanische Stürmer den VfB-Keeper Sven Ulreich an der Eckfahne nieder
Aus vollem Lauf und mit offener Sohle. Die Folge: Der Peruaner wurde für acht Wochen aus dem Verkehr gezogen
LEWAN KOBIASCHWILI: Im Anschluss an das skandalöse Relegationsduell gegen Fortuna Düsseldorf im Mai 2012 kassierte der Georgier die bis heute längste Sperre in der Bundesliga-Historie. Der DFB zog Kobiaschwili für ein halbes Jahr aus dem Verkehr, nachdem der damalige Hertha-Profi zugegeben hatte, ...
...Schiedsrichter Wolfang Stark im Kabinentrakt geschlagen zu haben. Stark hatte Kobiaschwili noch in der Schiedsrichterkabine wegen Körperverletzung angezeigt. Der Unparteiische aus Ergolding erlitt einen Bluterguss im Nackenbereich
"Der Spieler Levan Kobiashvili hat mit ausgestreckter Faust in meine Richtung geschlagen. Ich habe mich weggeduckt, bin dann am Hinterkopf getroffen worden. Einzig das Treppengeländer verhinderte einen Sturz, und das wären fünf bis sechs Meter gewesen", sagte Stark später bei der Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht
TIMO KONIETZKA: Vor Kobiaschwili hatte ein 1860-Profi den unrühmlichen Rekord inne. Weil Referee Manfred Spinnler im Jahr 1966 beim Spiel gegen Borussia Dortmund ein vermeintlich eindeutiges Handspiel nicht pfiff, wurde Konietzka gegen den Unparteiischen handgreiflich
Der Vorwurf: Stoß vor die Brust, Tritt gegen das Schienbein und Wegschlagen der Trillerpfeife. Obwohl Konietzka leugnete, wurde er für sechs Monate gesperrt
BRANDAO: Sogar strafrechtliche Folgen hatte im Jahr 2014 eine Attacke von Bastia-Profi Brandao gegen Thiago Motta. Wegen eines brutalen Kopfstoßes wurde der Brasilianer von einem Pariser Gericht zu einer einmonatigen Haftstrafe verurteilt
Zudem musste der damals 34 Jahre alte Stürmer eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro zahlen. Der französische Fußballverband sperrte Brandao für ein halbes Jahr
ARIJAN ADEMI: 2015 wurde der Mazedonier wegen eines Dopingvergehens von der UEFA zunächst für vier Jahre gesperrt, hatte jedoch Glück, dass seine Strafe im Nachhinein mehr als halbiert wurde, sodass er im Oktober 2017 wieder einsatzfähig war. Mittlerweile ist Ademi Kapitän von Dinamo Zagreb
JOEY BARTON: Mit 34 wurde der frühere englische Skandal-Profi für 18 Monate gesperrt, was 2016 sein Karriereende bedeutete. Er hatte über ein Jahrzehnt lang illegal Sportwetten platziert. Der damalige Profi des Erstligisten Burnley soll 1260 Wetten auf Fußballspiele gesetzt haben
DAVID ABRAHAM; Und nun eben Frankfurts Kapitän - sein Rempler gegen Freiburgs Coach Christian Streich bescherte Abraham neben der Sperre bis zum 29. Dezember...
...auch noch eine Geldstrafe von 25.000 Euro. Der DFB-Kontrollausschuss teilte mit, er habe in der Aktion von Abraham eine Tätlichkeit erkannt
Bodychecks, Bisse, Buße: Die längsten Sperren im Fußball
Nach seiner Attacke gegen Freiburg-Trainer Christian Streich ist David Abraham vom DFB-Sportgericht für sieben Spiele bis zum Jahresende gesperrt worden. Damit reiht sich Eintracht Frankfurts Kapitän in die Reihe der am längsten gesperrten Fußballer ein. SPORT1 zeigt Abrahams Vorgänger
@SPORT1-Montage: Zimmermann/Tirl/Getty Images/Picture Alliance/Imago