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Tour de France 2022: Die komplette Strecke mit allen Etappen im Profil

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Tour de France 2022: Die komplette Strecke mit allen Etappen im Profil

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Die Tour 2022 beginnt am 1. Juli an einem Freitag anstatt wie sonst am Samstag. Dies ermöglicht nach den drei Etappen zum Tour-Auftakt in Dänemark den Transfer nach Frankreich.
Die Königin-Luise-Brücke steht im Ruf, die meistbefahrene Radstrecke der Welt zu sein. Die Fahrer beginnen die Tour einer nach dem anderen von der Startrampe des Zeitfahrens, um auf einen Rundkurs durch die Stadt zu gehen, der am Tivoli und der kleinen Meerjungfrau vorbeiführt. Einige Kurven machen die Strecke recht technisch, aber das sollte den stärksten Rouleur nicht um das erste Gelbe Trikot bringen.
Die Teilnehmer der Tour 2015 durften bereits die Erfahrung machen, auf dem Weg zum Finale über das Meer zu fahren. Diesmal steht die 18 km lange Querung des Großen Belts auf dem Programm und die Wahrscheinlichkeit von Angriffen bei starken Windböen ist hoch. Die Teams, die mit den windigen Bedingungen am besten zurechtkommen, sind taktisch im Vorteil. Sollte einer der Favoriten hier unaufmerksam sein, könnte er es im Finale schon bedauern.
Obwohl sich die Strecke niemals weit von der Küste der Halbinsel Jütland entfernt, ist sie weniger dem Wind ausgesetzt als am Vortag. Das sollte es den Teams der Sprinter erleichtern, das Rennen zu kontrollieren. Vor einem Transfer und ungewöhnlich frühen ersten Ruhetag deutet sich auf dieser Etappe der erste Akt in der Partie der Sprinter ab.
Auch wenn der Etappenstart und das Ziel auf Höhe des Meeresspiegels liegen, könnten die dazwischen zu bewältigenden Höhenmeter den Sprintern Sorge bereiten. Das Peloton fährt zum Beispiel in Richtung Westflandern und die Hügel der Region Boulonnais. Es wird vermutlich einige langgezogene Angriffe unter Beteiligung vieler Fahrer geben, vor allem im letzten Teil der Strecke entlang der Küste, der windig sein kann. Die Anstiege in der Nähe der Landzungen Cap Gris-Nez und Cap Blanc-Nez könnten entscheidend sein.
Bei der letzten Etappe der Tour, die Abschnitte mit Kopfsteinpflaster beinhaltete, gewann 2018 John Degenkolb in Roubaix. Die Länge der „Zitterpartei“ ist bei der akrobatischen Herausforderung dieser ersten Woche in etwa gleich. Für die Favoriten sind eine gute Vorbereitung und volle Konzentration die besten Waffen gegen Nervosität vor dieser Prüfung.
Diese Etappe durch die Ardennen ist lang und die Anwärter auf den Sieg müssen sich ihre Kräfte gut einteilen, wenn sie im Finale glänzen möchten, das noch kräftezehrender ist als beim letzten Besuch der Tour in Longwy. Die ausgewiesenen Puncheure werden an der „Mauer“ von Pulventeux 6 km vor dem Ziel (800 m bei 12% mittlerer Steigung) das Sagen haben, bevor sich am Côte des Religieuses die nächste Gelegenheit bietet, sich von ihrer explosiven Seite zu zeigen.
Die erste Bergankunft der Tour 2022 steht nicht am Ende einer echten Bergetappe. Aber La Planche des Belles Filles verspricht in der „Superausgabe“ immer ein äußerst spannendes Finale. Als einziger echter Anstieg des Tages sollten die Abstände im Ziel nicht groß sein, aber die Platzierungen der Fahrer werden Aufschluss über die Form der Titelanwärter geben.
Die Höhenzüge, die für die Durchquerung des Jura vor dem Wechsel in die Schweiz gewählt wurden, haben nicht zum Ziel, die Kletterer auseinander zu dividieren. Ihre Zeit kommt noch. Aber Puncheure dürften ihre helle Freude an einem kurzen, steilen Anstieg haben, der neu im Tour-Programm ist: Der 1 km lange Abschnitt mit bis zu 12% Steigung oberhalb der „Olympia-Hauptstadt“ kann das Sprungbrett zum Erfolg sein.
Eine anspruchsvolle Woche geht mit einer ersten echten Bergetappe zu Ende. Auf den nachfolgenden Etappen in der Schweiz müssen sich die Fahrer an eine neue Gangart gewöhnen, ohne dass sie jedoch an ihre Grenzen gehen müssen. Es könnte sein, dass eine gut besetzte Ausreißergruppe diesen relativ sanften Einstieg in die Alpen für sich zu nutzen weiß. Ein Kraftpaket könnte sich am Pas de Morgins absetzen, um aus der Talfahrt nach Châtel als Sieger hervorzugehen.
Diese Etappe wartet nach dem Ruhetag mit atemberaubenden Bergpanoramen auf. Sie führt zunächst am Genfer See entlang, bevor sie in Richtung Megève abbiegt. Die Strecke windet sich durch eine Reihe von Tälern, sodass sich eine mögliche Aussprache zwischen den Kraftpaketen auf den letzten Kilometer verschieben sollte. Wie beim Critérium du Dauphiné 2020 verläuft die Ziellinie auf dem Altiport.
Von den Anwärtern auf das Gelbe Trikot kann sich heute niemand einen Aussetzer erlauben. Die alpinen Anstiege lösen einander ab: Auf die Serpentinen von Montvernier folgen der Col du Télégraphe und Col du Galibier. Hinter Serre-Chevalier erwarten die Fahrer 10 km mit 9% mittlerer Steigung, um den 2.413 m hohen Col du Granon zu erreichen, der 25 Jahre lang die höchste Zieleinfahrt der Tour war.
Diese Etappe ist eine Verneigung vor der Geschichte und entspringt gleichzeitig dem Wunsch, die Schlacht in den Alpen auf einer Strecke zu beenden, die für die besten Kletterer maßgeschneidert ist. Es ist eine Neuauflage der Etappe von Briançon nach L‘Alpe d’Huez von 1986, wobei die Bezwingung des Col du Galibier wieder auf dem Programm steht, gefolgt vom Col de la Croix de Fer, bevor das Feld die 21 Spitzkehren hinauf L’Alpe d’Huez angeht. Die Etappe bietet Gelegenheit, Zwischenbilanz zu ziehen.
Man darf annehmen, dass eine wichtige Episode im Kampf um das Grüne Trikot in der Heimat der „Grünen“ ausgetragen wird, so der Spitzname des Fußballvereins von Saint-Etienne, der in grünen Trikots aufläuft. Bei einem Profil ohne größere Höhenunterschiede sollten die Teams, die auf Sprint-Finale setzen, ihre Pläne realisieren können. Auf dieser Art von Etappe haben Ausreißergruppen wenig Spielraum, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt...
Die Strecke steigt niemals lange an, aber die Fahrer werden auf dem Weg von Saint-Étienne nach Mende ständig körperlich gefordert. Diese Etappe durch die Departements Loire, Haute-Loire und Lozère wird die robustesten Ausreißer reizen. Der Côte de la Croix Neuve (Montée Laurent Jalabert), der zum Flugplatz oberhalb von Mende führt, wird vermutlich Schauplatz zweier Gefechte sein: innerhalb der Ausreißergruppe und zwischen den Favoriten.
Die Strecke nach Carcassonne ist meist hügelig und diese Berg- und Talfahrt begünstigt Ausreißversuche. Aber diesmal wurde die Strecke eigens für die Sprinter-Teams konzipiert – sofern sie die Angreifer des Tages im Schach zu halten wissen, die immer für eine Überraschung gut sein können.
Der erste Tag in den Pyrenäen könnte für mögliche Ausreißer günstig sein – sofern sie sich im Gebirge zu Hause fühlen. Wer auf einen Sieg in Foix hofft, muss erst einmal den Anstieg nach Port de Lers meistern, um dann am Pass von Mur de Péguère anzugreifen. Auf den letzten 20 km nach dem Gipfel bis zur Präfekturstadt Ariège ist eher Abfahrtalent gefragt.
Das Programm ist gleichermaßen spannend für die Zuschauer und anspruchsvoll für die Favoriten, die ihre Positionen verteidigen müssen. Nach dem Col d’Aspin und Hourquette d’Ancizanist ist schon am Anstieg zum Col d’Azet mit Angriffen zu rechnen. Und im Finale werden womöglich sogar die zähesten Kletterer angesichts der Steigungen blass, die auf dem Weg zum Altiport von Peyragudes zu bewältigen sind... der dritten „Startrampe“ zum Erfolg bei der Tour 2022!
Bei der letzten Bergprüfung, die mit einem dynamischen Profil konzipiert wurde, ist alles möglich: unerwartete Leistungsschwächen, Angriffe und Wendungen aller Art sind denkbar, wenn die erbarmungslose Passfolge von Col d’Aubisque, dem erstmals auf dem Programm stehenden Col de Spandelles und dem Schlussanstieg von Hautacam zu bezwingen ist. Wenn die Platzierungen zu diesem Zeitpunkt noch nicht entschieden sind, könnte die letzte Pyrenäenetappe die Entscheidung bringen.
Nach der Durchquerung der Departements Gers und Tarn-et-Garonne gibt es beim Gastspiel der Tour in Lot eine Verbindung zu den ersten Etappen: Das Schloss von Cayx in der Nähe von Cahors gehört der königlichen Familie Dänemarks. Unter den dänischen Untertanen im Peloton mangelt es nicht an Sprintern, die in Cahors glänzen könnten.
Eine gute Leistung in einem Zeitfahren am Ende der Tour abrufen zu können, erfordert eine gewisse Alchemie, bei der die Fahrer nach drei Rennwochen noch die nötige Frische haben, mit der Aussicht auf eine gute Platzierung in der Gesamtwertung die richtige Motivation mitbringen und natürlich über die für diese Solodisziplin nötigen Fähigkeiten verfügen müssen. Hinzu kommen 2022 die beiden Anstiege, die die Fahrer auf dem Weg ins Ziel auf dem Felsen von Rocamadour erwarten.
Die Champs-Élysées, die seit 1975 traditionell Schauplatz für das große Finale der Tour de France sind, bieten in diesem Jahr gleich zwei Höhepunkte: die letzte prestigeträchtige Etappe der Männer, aber gleichzeitig auch den Start des ersten Frauenrennens in der Geschichte. Vor dem großen Sprintfinale der Männer wird die erste Etappe der Tour de France Femmes avec Zwift auf dem abschließenden Rundkurs im Herzen von Paris ausgetragen.
Tour de France 2022: Die komplette Strecke mit allen Etappen im Profil
Die Tour 2022 beginnt am 1. Juli an einem Freitag anstatt wie sonst am Samstag. Dies ermöglicht nach den drei Etappen zum Tour-Auftakt in Dänemark den Transfer nach Frankreich.
@Amaury Sport Organisation (A.S.O.)