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Bundesliga: So schlagen sich die Leihspieler bei ihren neuen Klubs

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Satte 74 Spieler haben die Vereine der Bundesliga in dieser Saison verliehen. Werder Bremen hat mit zwölf Akteuren die größte Leihliste, nur der FC Bayern hat keinen Profi auf diese Weise abgegeben. Doch wie schlagen sich die Leihspieler? SPORT1 checkt 25 der prominentesten Namen
KEVIN DANSO: Der Österreicher machte in der vergangenen Saison 18 BL-Partien für den FCA, doch nun lockte der FC Southampton von Ralph Hasenhüttl. Die Saints präsentierten den Innenverteidiger, der zwischen dem 6. und 15. Lebensjahr in England lebte, als Deadline-Day-Zugang, sie besitzen eine Kaufoption. Danso spielte in der Liga gegen Brighton & Hove und im Pokal gegen Fulham durch, ehe er gegen Manchester United zunächst ein Tor vorbereitete - und dann nach 73 Minuten mit Gelb-Rot vom Platz flog
JANNES HORN: In Köln konnte Horn die Verantwortlichen nicht mehr davon überzeugen, dass er eine Verstärkung für den Kader sein kann. Die soll er nun bei Hannover 96 sein, die den Linksverteidiger, der in Köln noch einen Vertrag bis 2022 hat, für ein Jahr ausliehen. Der 22-Jährige spielte zuletzt zwei Mal über 90 Minuten
SALIH ÖZCAN: Der Mittelfeldspieler durfte für die U21 als Einwechselspieler gegen Wales (5:1) ran und machte seine Sache gut. Özcan verlängerte seinen Vertrag in Köln im Sommer bis 2021. Um Spielpraxis zu sammeln, wurde der 21-Jährige aber nach Kiel geschickt. Özcans Bilanz bei Kiel: zwei Spiele, 180 Minuten
MARTIN HARNIK: Satte zwölf Spieler stehen in dieser Saison auf der Leihliste von Werder Bremen - Ligarekord. Einer davon ist Martin Harnik, dem von Florian Kohfeldt ziemlich klar gemacht wurde, dass er kaum Chancen auf die Startelf hat. Beim Rivalen HSV, seinem Heimatverein, kann er eine wichtigere Rolle einnehmen - besonders nach der schlimmen Verletzung von Jan Gyamerah
JAN-NIKLAS BESTE: Der Linksverteidiger wurde bei Borussia Dortmund ausgebildet, ehe er 2018 zu Werder Bremen wechselte. Doch auch dort konnte der 20-Jährige bei den Profis bislang nicht Fuß fassen. Die Leihe zum FC Emmen in die Eredivisie soll Beste die nötige Spielpraxis auf hohem Niveau ermöglichen. Zuletzt durfte er zwei Mal über 90 Minuten ran
GREGOR KOBEL: Erneut hat die TSG den Ersatzkeeper von Oliver Baumann verliehen. Nach ordentlichen Leistungen in Augsburg darf sich der 21-Jährige nun bei Rivale VfB Stuttgart versuchen. Dort gehört er auch zur Startelf, musste allerdings in fünf Partien schon fünf Mal hinter sich greifen. Dennoch: Kobel wird immer stabiler und könnte zum Rückhalt werden beim Ziel Aufstieg
LEONARDO BITTENCOURT: Am letzten Transfertag verstärkte sich Bremen mit Mittelfeldmann Bittencourt. Wohl auch, da der Deal mit Nabil Bentaleb (Schalke) nicht zu Stande kam. Noch konnte der 25-Jährige nicht für Bremen auflaufen, am Samstag beim Gastspiel bei Union Berlin gehört Bittencourt aber zu den Kandidaten für die Startelf
KASIM ADAMS: Auch der Innenverteidiger steht bei Leih-Vize Hoffenheim (7 verliehene Profis, nur Bremen hat mehr) unter Vertrag. In der Saison 2019/20 läuft der Ghanaer für Fortuna Düsseldorf auf. Zuletzt war Adams wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel knapp zwei Wochen ausgefallen, nun steht er Friedhelm Funkel im Heimspiel gegen Wolfsburg wieder zur Verfügung - der erste Saisoneinsatz winkt
RALF FÄHRMANN: Vom Kapitän zum Aussortierten - Ralf Fährmanns Abstieg bei S04 ging ziemlich rasant. Alexander Nübel ist die Nummer 1, Markus Schubert sein Ersatz. Fährmann versucht sein Glück deswegen bei Norwich City in England. Allerdings muss sich der 30-Jährige auch dort hinter Tim Krul anstellen. Fährmann stand bisher einmal im Tor - bei der 0:1-Blamage im League Cup bei Crawley Town
SEBASTIAN RUDY: Der Mittelfeldspieler kam nie wirklich in Gelsenkirchen an. Aus dem "Königstransfer" wurde nur eine weitere Enttäuschung. Hoffenheim schlug für eine Leihgebühr von 850.000 Euro zu. Findet der Rückkehrer bei der TSG, wo er zwischen 2010 und 2017 spielte und dort für Bayern interessant wurde, zur alten Stärke zurück? Bislang hat er zumindest jede Saisonminute absolviert
HAMZA MENDYL: Lief in der vergangenen Saison immerhin insgesamt 16 Mal für die Königsblauen auf. David Wagner fand dennoch keine Verwendung für Mendyl, der per Leihe mit Kaufoption zum FCO Dijon in die Ligue 1 wechselte. Nachdem der Linksverteidiger zum Auftakt gegen Bordeaux nicht im Kader stand, durfte er in Angers immerhin 14 Minuten ran
CEDRIC TEUCHERT: Der U21-Nationalspieler kam bei den Schalke-Profis im vergangenen Jahr in nur neun Partien zum Einsatz. Bei Hannover 96, das auch eine Kaufoption besitzt, liegen Teucherts Spielanteile höher. Nachdem er zu Beginn von einer Muskelverletzung gebremst wurde, kommt er seit Mitte August regelmäßig zum Einsatz. Der 22-Jährige hat immerhin schon ein Tor vorbereitet
MICHAEL LANG: Der Rechtsverteidiger war erst vor der vergangenen Saison nach Gladbach gekommen. Doch mit Stefan Lainer holte die Borussia einen neuen Mann für die Position, dahinter lauert Talent Jordan Beyer. Weil Bremen mit Verletzungssorgen zu kämpfen hat, griff Werder kurz vor Transferschluss bei Lang zu - inklusive Kaufoption. Der Schweizer stand beim ersten Bremer Sieg gegen Augsburg sofort in der Startelf
ANTE REBIC: Mit dem Kroaten verließ auch der dritte und letzte Teil der "Büffelherde" die Eintracht. Rebic war am Ende mit dem Herzen nicht mehr in Frankfurt, mit dem zweijährigen Leih-Tausch-Deal mit dem AC Milan - im Gegenzug kam Portugals Nationalspieler André Silva - machte die SGE ein gutes Geschäft. Beide Vereine besitzen zunächst keine Kaufoption. Am Sonntag in Verona könnte Rebic erstmals für Mailand auflaufen
JETRO WILLEMS: Mit 23 Einsätzen in der Liga und elf in der Europa League spielte der Niederländer durchaus eine Rolle in Frankfurts erfolgreicher Vorsaison. Willems Einsatzzeiten wurden aber geringer, sodass er einen Wechselwunsch äußerte. Die Eintracht entsprach dem, indem sie ihn zu Newcastle ziehen ließ - inklusive Kaufoption. Durfte bisher in zwei Ligapartien ran (1x über 90 Minuten), dazu kommt ein Pokaleinsatz mit einem Assist
AYMEN BARKOK: Der offensive Mittelfeldspieler Aymen Barkok war bereits in der vergangenen Saison an die Fortuna ausgeliehen, hatte dort aber mit einigen Blessuren zu kämpfen. Die Leihe wurde deswegen um ein weiteres Jahr verlängert. Barkok spielte im Pokal 74 Minuten lang, zog sich dann in einem Testspiel eine Schultereckgelenkssprengung zu - mehrere Monate Pause
KEVEN SCHLOTTERBECK: Spielte sich in der Schlussphase der vergangenen Saison bei Freiburg in den Vordergrund, der SC verlieh ihn dennoch zu Aufsteiger Union Berlin. Dort zunächst Stammkraft, seine späte Rote Karte beim Remis gegen Augsburg wirft Schlotterbeck aber zurück. In seiner Abwesenheit gelang der 3:1-Coup gegen Dortmund
PASCAL STENZEL: Auch Stenzel war mit 21 Liga-Spielen ein durchaus wichtiger Teil von Freiburgs Rotation. Doch der VfB Stuttgart konnte den Rechtsverteidiger für ein Jahr loseisen, damit er bei der Aufstiegsmission die Abwehrseite beackern kann. Das macht Stenzel bislang mit Erfolg: Fünf Liga-Einsätze über 90 Minuten sprechen eine klare Sprache
ÖMER TOPRAK: Nach der Verpflichtung von Mats Hummels war für den Routinier in Dortmund endgültig kein Platz mehr. Werder Bremen war ein dankbarer Abnehmer, Toprak sollte die Abwehr stabilisieren. Doch der Türke machte bei der Auftaktpleite gegen Düsseldorf nicht den sichersten Eindruck, verletzte sich dann gegen Hoffenheim und fällt mit einem Muskelfaserriss vorerst aus
ANDRÉ SCHÜRRLE: Einen besseren Eindruck macht da André Schürrle. Der Weltmeister, für den es beim BVB keine Verwendung mehr gab, wechselte nach Russland zu Spartak Moskau. Ein Tor und zwei Vorlagen in fünf Spielen in der Liga, ein Treffer und zwei Assists in vier Partien in der Europa-League-Qualifikation - Schürrles Bilanz kann sich sehen lassen
MARIUS WOLF: Im Sommer 2018 war Wolf für fünf Millionen Euro von Eintracht Frankfurt zum BVB gewechselt. Dort kam er im vergangenen Jahr auf insgesamt 22 Pflichtspieleinsätze, zum Leistungsträger avancierte Wolf aber nicht. Auch wegen der neuen Konkurrenz war Dortmund bereit, ihn kurz vor Transferschluss auf Leihbasis mit Kaufoption zur Hertha zu schicken. Für Berlin könnte er am Wochenende sein Debüt geben
TIN JEDVAJ: Der kroatische Vize-Weltmeister war einer von vielen Last-Minute-Transfers des FC Augsburg. Der talentierte Verteidiger, der in Leverkusen bereits 81 Bundesliga-Partien absolviert hat, soll die Abwehr der Fuggerstädter stabilisieren. Jedvaj ist in Augsburg direkt zur Stammkraft avanciert und stand zwei Mal über die komplette Spielzeit auf dem Feld
FELIX UDUOKHAI: Beim FC Augsburg will der U21-Nationalspieler "den nächsten Schritt machen". Der FCA besitzt eine Kaufoption für den Innenverteidiger. Bei der 2:3-Pleite in Bremen durfte Uduokhai direkt 90 Minuten ran. Verpasste am Dienstag wegen Magenproblemen eine Trainingseinheit, sollte am Wochenende aber wieder einsatzbereit sein
MARVIN STEFANIAK: Der Wechsel von Dynamo Dresden zum VfL Wolfsburg 2017 machte sich für Stefaniak nicht bezahlt, bei den Profis absolvierte er kein Pflichtspiel. Bei Greuther Fürth soll der 24-Jährige nun seine Karriere wieder im Schwung bringen, die Leihe ist bis 2021 angesetzt. Beim Zweitligisten stand Stefaniak in dieser Saison insgesamt schon 255 Minuten auf dem Feld und bereitete ein Tor vor
PAUL-GEORGES NTEP: Der Flügelstürmer war in Wolfsburg bereits seit Längerem auf dem Abstellgleis. Ntep hatte im Mai 2018 sein letztes Pflichtspiel bestritten, ehe er im Sommer 2019 drei Mal in Wolfsburgs Reserve ran durfte. Kayserispor lieh den Kameruner nun für eine Saison aus, dort wartet Ntep noch auf seinen ersten Einsatz
JEAN-KÉVIN AUGUSTIN: Für eine Leihgebühr von vier Millionen Euro schnappte sich die AS Monaco am vorletzten Transfertag den talentierten Angreifer, der sich in Leipzig trotz eines engagierten Sommers nicht für eine neue Chance empfehlen konnte. Anschließend hat der französische Erstligist eine Kaufoption. Augustin hat bei Monaco mit Islam Slimani und Wissam Ben Yedder hochkarätige Konkurrenz
Bundesliga: So schlagen sich die Leihspieler bei ihren neuen Klubs
Satte 74 Spieler haben die Vereine der Bundesliga in dieser Saison verliehen. Werder Bremen hat mit zwölf Akteuren die größte Leihliste, nur der FC Bayern hat keinen Profi auf diese Weise abgegeben. Doch wie schlagen sich die Leihspieler? SPORT1 checkt 25 der prominentesten Namen
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