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FC Bayern gegen Borussia Dortmund: Trotzdem ein Klassiker

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Für diese Saison sind die sportlichen Verhältnisse zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern zwar geklärt, trotzdem bleibt das Duell Deutschlands großer Klassiker. Die Gründe: 1. Es wird auch ohne Meisterschaftskampf hitzig. Die notwendigen Charaktere stehen jedenfalls auf und neben dem Platz. Zuletzt lieferten sich Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer (l.) und Dortmunds Trainer Jürgen Klopp 2013 ein ausgeprägtes Schrei-Duell
Rafinha (l.) war zuvor mit Gelb-Rot nach einem Ellbogencheck gegen Jakub Blaszczykowski vom Platz gegangen - und hatte diesem dann vor der Dortmunder Bank in unfreundlicher Absicht den Zeigefinger ins Gesicht gestreckt
2. Für beide Teams steht individuell einiges auf dem Spiel. Bayern will sich vor den entscheidenden Champions-League-Wochen erst einmal für die jüngste 0:2-Niederlage gegen Gladbach rehabilitieren. Zumal in der Liga nach dem BVB mit Bayer Leverkusen schon das nächste Topteam wartet
Fünf Punkte liegt Dortmund (33) derzeit hinter dem FC Augsburg (38) auf dem Europa-League-Qualifikationsplatz, sechs hinter dem Erzrivalen Schalke 04 (39) auf dem direkten Europa-League-Platz. Eine Saison ohne internationalen Wettbewerb? Mittlerweile undenkbar!
3. Mehr Stars gibt es in keinem anderen Bundesliga-Spiel. Bei den Bayern (sechs amtierende Weltmeister) sticht neben Bastian Schweinsteiger, Manuel Neuer und vielen anderen Hochkarätern vor allem Thomas Müller heraus. Mit 21 Punkten (zwölf Tore, neun Vorlagen) ist der Nationalspieler der beste deutsche Scorer der Liga - und obendrein eine bayerisch-launige Kultfigur
Große Namen gibt es im Dortmunder Team (fünf amtierende Weltmeister) auch, wenngleich die in der bisherigen Saison kaum den großen Glanz gezeigt haben. Italien-Einkauf Ciro Immobile enttäuschte gerade in der Liga praktisch durchgehend, Rückkehrer Shinji Kagawa sucht weiterhin nach seiner Form aus den ersten Dortmunder Jahren von 2010 bis 2012. Eine der wenigen Ausnahmen: Nationalspieler Marco Reus (l.), der ziemlich beständig auf hohem Niveau spielt
4. Bayern und der BVB sind die erfolgreichsten deutschen Vereine der 1963 gegründeten Bundesliga. Mit 23 Meistertiteln und fünf Europapokal-Siegen liegen die Münchner natürlich ganz vorne
Aber sowohl bei den Meisterschaften (fünf, genauso wie Mönchengladbach) als auch den Champions-League-Siegen (einer, genauso wie der Hamburger SV) liegt Dortmund auf Rang zwei. Es ist übrigens bereits das 14. Pflichtspiel-Duell der beiden Kontrahenten in den vergangenen drei Jahren
5. Die brisante Rückkehr von Robert Lewandowski. 103 Tore machte der polnische Nationalspieler für Borussia Dortmund in 187 Spielen, ehe er im Sommer 2014 nach vielen Monaten des Transfergeplänkels ablösefrei nach München wechselte. Gefreut hat sich in Dortmund natürlich kaum jemand über diesen Wechsel
Die Feuerprobe beim Ex-Verein hat Mario Götze schon hinter sich. Der ehemalige Dortmunder schoss in der vergangenen Saison beim 3:0 bei seinem vorherigen Arbeitgeber sogar ein Tor - und entschuldigte sich per Geste sofort dafür. Der Mittelfeldspieler wurde dennoch standesgemäß ausgepfiffen
6. Der Zwist der Funktionäre. In medialer Abwesenheit von Ex-Präsident Uli Hoeneß ist Karl-Heinz Rummenigge (l.) zum Wortführer des FC Bayern geworden. Und scheut sich nicht, gegen die Konkurrenz auszuteilen
Dortmunds Boss Hans-Joachim Watzke hat sich sowieso schon als einer der größten Bayern-Kritiker der Liga etabliert und äußert sich gerne und mal mehr, mal weniger scharf, zu Verhalten und Gepflogenheiten der Münchner. Momentan scheinen die Wogen allerdings etwas glätter als zuletzt. "Ich habe kein Problem mit Watzke", sagte Rummenigge im Interview mit SPORT1
FC Bayern gegen Borussia Dortmund: Trotzdem ein Klassiker
Für diese Saison sind die sportlichen Verhältnisse zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern zwar geklärt, trotzdem bleibt das Duell Deutschlands großer Klassiker. Die Gründe: 1. Es wird auch ohne Meisterschaftskampf hitzig. Die notwendigen Charaktere stehen jedenfalls auf und neben dem Platz. Zuletzt lieferten sich Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer (l.) und Dortmunds Trainer Jürgen Klopp 2013 ein ausgeprägtes Schrei-Duell
@Getty Images