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Die besten Sprüche von Carsten Sostmeier

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Wenn er zum Mikro greift, geht die ganze Reitnation aus dem Sattel: ARD-Kommentator Carsten Sostmeier ist die Stimme des deutschen Pferdesports. und wegen seiner emotionalen und blumigen Sprüche Kult - SPORT1 hat die stärksten zusammengestellt. Soestmeiers Spitzname lautet nicht von ungefähr: "On fire"
Manchmal verbrennt sich der Hesse aber auch in der Hitze des Gefechts. Bei den Spielen in Rio regt er sich beim Geländeritt der Vielseitigkeit über die Olympia-Debütantin Julia Krajewski auf: "Mädel, was willst du eigentlich? Schlimmer geht's nimmer. Jetzt nimmt sie den Weg der Angsthasen, den der blassen Nasen." Und behauptet zu schlechter Letzt, die 27-Jährige habe "einen braunen Strich in der Hose"
Am folgenden Tag entschuldigt sich Sostmeier: "Es liegt mir fern, Sportler beleidigen zu wollen." Zum Rapport bei Gerd Gottlob, ARD-Teamchef in Rio, muss er trotzdem. Und das nicht zum ersten Mal bei Olympischen Spielen
2012 in London leistet er sich nämlich den Ausruf: "Seit 2008 wird zurückgeritten." Und kommt damit der Hitler-Rhetorik viel zu nahe.  "Mir sind die Gäule durchgegangen", entschuldigt er sich später. Doch der verunglückte Spruch bleibt im Gedächtnis. Was er über eine Darbietung im Parcours gesagt hat, gilt auch für ihn selbst: "Was einmal in die Hose gegangen ist, kann nicht mehr geradegebügelt werden"
Doch in den allermeisten Fällen verdienen seine mitreißenden Kommentare die Höchstnote - schließlich setzt er mehr Zuckerbrot als die Peitsche ein. Als Michael Jung mit Sam in Rio wie vier Jahre zuvor Gold in der Vielseitigkeit ruft, jubiliert er: "So muss Mozart mit verbundenen Augen Klavier gespielt haben. Das ist SAM-sationell". Jungs Reitkunst erinnere ihn an "Dr. Kimble auf der Flucht"
Auch beim Triumph der deutschen Dressurequippe dreht der mittlerweile 56-Jährige richtig auf: "Heute Nacht kann ich nicht schlafen. Und wenn ich einschlafe, träume ich jeden deutschen Ritt noch mal"
Das Dressurviereck nennt Sostmeier "die Chillout-Arena der Hippologie". Und nicht nur das TV-Publikum weiß seine launigen Sprüche zu schätzen: 2004 nimmt er aus den Händen von Laudator Niki Lauda den Deutschen Fernsehpreis entgegen, im Jahr darauf ist er für den Grimme-Preis nominiert
Er selbst muss mit 21 Jahren das Springreiten wegen Rückenbeschwerden aufgeben, redet schon bald aber auf Augenhöhe mit den Stars wie Lars Nieberg. Eine zierliche Japanerin zu Ross umschreibt er einmal so:  "Sie sitzt da drauf wie ein kleines Vögelchen auf einem Elefanten." Bei schweren Reitern heißt es dagegen: "Es wird das Fleisch müde unterm Sattel"
Sostmeier - "Ein Deutschlehrer benotete meine Aufsätze mit dem Satz: Mit Rücksicht auf die Eltern noch vier" -  behauptet von sich:  "Ich gehe in jede Übertragung so nackt, wie ich in die Sauna gehe." Was 2008 in Athen anders ausschaut, schließlich hört er dem Technischen Delegierten Olaf Petersen sehr aufmerksam zu
Und auch für unappetitlichere Momente hat Sostmeier - hier  mit Reitmeister Achaz von Buchwaldt - die richtigen Worte: Bei den Spielen 2004 kommentiert er das Äppeln des Pferdes von Markus Fuchs vor seiner Runde so: "Und hier ist Tinka's Boy, im Moment noch beim Verklappungsvorgang"
Hier redet Sostmeier vehement auf den Belgier Ludo Philippaerts ein, von einem norddeutschen Springreiter und Züchter schwärmt er geradezu: "Sören von Rönne macht sich seine Pferde selber"
Die besten Sprüche von Carsten Sostmeier
Wenn er zum Mikro greift, geht die ganze Reitnation aus dem Sattel: ARD-Kommentator Carsten Sostmeier ist die Stimme des deutschen Pferdesports. und wegen seiner emotionalen und blumigen Sprüche Kult - SPORT1 hat die stärksten zusammengestellt. Soestmeiers Spitzname lautet nicht von ungefähr: "On fire"
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