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Die größten Wintertransfer-Flops der Bundesliga-Geschichte

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Millionen gezahlt, um in der Winterpause schnelle sportliche Abhilfe zu bekommen - bezahlt gemacht haben sie sich nicht immer: SPORT1 zeigt die größten Wintertransfer-Flops der Bundesliga-Geschichte
PLATZ 25 - CAIO (Eintracht Frankfurt): Das Problem des Brasilianers Caio war weniger die Verletzungsanfälligkeit als das all zu üppige Körpergewicht. Mit einigen Kilos zu viel auf den Rippen kam der Winter-Transfer 2008 bei der Eintracht nie richtig auf Touren
In 80 Spielen kam er lediglich auf acht Tore. Ziemlich wenig für einen 3,8-Millionen-Euro-Mann in der Offensive
PLATZ 24 - PIOTR REISS (Hertha BSC): Es gibt Fälle, da lassen sich Vereine von Statistiken blenden - Reiss war wohl so ein Fall. 65 Tore und 65 Vorlagen in 184 Partien in der zweiten polnischen Liga, zudem nochmal 34 Treffer in 89 Erstliga-Spielen sprachen für ihn
Angesichts dieser Ausbeute schlugen die Herthaner für knapp eine Million Euro zu. Für den Hauptstadtklub traf er in 38 Bundesliga-Begegnungen nur noch sechs Mal. Seine weiteren Stationen bei Duisburg und Fürth verliefen nicht wesentlich erfolgreicher
PLATZ 23 - JULIO DOS SANTOS (FC Bayern): Noch so ein Talent aus Südamerika, von dem man sich den großen Durchbruch beim Rekordmeister versprach
War später der einzige, den Jürgen Klinsmann tatsächlich "jeden Tag ein Stück stärker" machte. Kostete 2006 2,7 Millionen Euro Ablöse. Wurde nach zig Ausleihen gratis abgegeben
PLATZ 22 - ALBERT STREIT (FC Schalke 04): Zu Frankfurter Zeiten gepriesen als größtes Talent der Vereinsgeschichte. Kam mit dem Hype um seine Person offenbar nicht zurecht. Scheiterte zunächst in Köln, danach in Hamburg...
und schließlich auch auf Schalke. Die Knappen holten ihn 2008 für 2,5 Millionen Euro. Am Ende durfte Streit nicht mal mehr mit der Mannschaft trainieren. Nach der Suspendierung folgte das baldige Karriere-Ende
PLATZ 21 - AILTON (Hamburger SV): In Bremen verehrt, auf Schalke gefeiert - nur in Hamburg scheiterte der Kugelblitz an den Erwartungen. Trainer Thomas Doll holte ihn im Winter 2006 als Verstärkung für die schwächelnde Offensive
450.000 Euro kostete die Ausleihe von Besiktas. Der Brasilianer traf in 13 Spielen nur drei Mal, fiel zudem lange wegen eines Kieferbruchs aus
PLATZ 20 - TOMMY BERNTSEN (Eintracht Frankfurt): Von der norwegischen Abwehrkante gibt es zu berichten, dass er zumindest einmal in seinem Leben einen Bayern-Spieler (Paulo Sergio) an der Seitenlinie umgesenst hat
Wahrscheinlich war das die auffälligste Aktion, die man bei der Frankfurter Eintracht je von dem 1,8-Millionen-Transfer gesehen hat. Nach seiner Verpflichtung 2001 besuchte Berntsen häufiger die Reha-Einrichtungen als die Trainingsstätte
PLATZ 19 - ANGELOS CHARISTEAS (FC Schalke 04): Griechenlands EM-Held von 2004 startete im Winter 2011 einen letzten Versuch in der Bundesliga beim FC Schalke 04 - der nicht glückte
Nach nur fünf Einsätzen und einem Tor war im Sommer wieder Schluss bei Königsblau - er wurde in seine griechische Heimat abgegeben
PLATZ 18 - SLAWOMIR WOJCIECHOWSKI (FC Bayern): Wenn man es gut meint mit Wojciechowski, dann kann man sagen, er habe seinem Landsmann Robert Lewandowski in München den Weg geebnet
Meint man es schlecht mit ihm, dann waren die 700.000 Euro, die die Bayern 2000 an den FC Aarau überwiesen, zum Fenster hinausgeschmissen. Wojciechowski (wohlgemerkt Stürmer) erzielte einen einzigen Bundesliga-Treffer. Musste im Sommer 2001 gehen
PLATZ 17 - CHINEDU OBASI (FC Schalke 04): Kam 2012 als Wunderdribbler aus Hoffenheim. War dort ein Garant für den Durchmarsch in die Bundesliga
Auf Schalke schaffte der Vier-Millionen-Einkauf dagegen nie den Durchbruch. Blieb bis 2015, war bis dahin ständig verletzt. Inzwischen bei IF Elfsborg, einem schwedischen Erstligisten, unter Vertrag
PLATZ 16 - MORITZ LEITNER (FC Augsburg): Einst Deutscher Meister mit Borussia Dortmund wechselte der ehemalige Juniorennationalspieler im Januar 2017 zum FCA. Zuvor war er ein halbes Jahr lang erfolglos bei Lazio Rom unter Vertrag gestanden
Doch auch in der Fuggerstadt lief es nicht sonderlich besser. Nach sechs Einsätzen in seiner ersten Saison folgte kein einziger in der zweiten Spielzeit. So wundert es nicht, dass Leitner in die zweite englische Liga, zu Norwich City, verkauft wurde
PLATZ 15 - BOJAN KRKIC (FSV MAINZ 05): Als Ersatz für den nach Wolfsburg gewechselten Yunus Malli verpflichteten die Mainzer im Winter 2017 das einstige Talent des FC Barcelona. Doch der inzwischen weit herumgekommene Offensivmann wusste nicht zu überzeugen
Nach nur einem Tor in elf Bundesligaspielen zog der ehemalige spanische Nationalspieler weiter. Mittlerweile spielt er wieder in der zweiten englischen Liga bei Stoke City
PLATZ 14 - ALI KARIMI (FC Bayern): Gibt es ein treffenderes Symbolbild für die Rolle von Ali Karimi beim FC Bayern? Asiens Fußballer des Jahres an der Seite von Lukas Podolski - zwei Trainingsstatisten an der Säbener Straße
Das Gehalt, das der Klub von 2005 an in den Iraner steckte, diente wohl vor allem Marketingzwecken. Sportlich war der Transfer bedeutungslos - übrigens genau wie Karimis späteres Intermezzo bei Schalke 04
PLATZ 13 - ADHEMAR (VfB Stuttgart): Beim VfB müssen sie noch erfolgsverwöhnt von glorreichen Zeiten mit Giovane Elber gewesen sein, als sie dessen Landsmann Adhemar 2001 für 1,7 Millionen Euro vom Zuckerhut an den Neckar lotsten
Der Stürmer konnte jedoch nie in Elbers Fußstapfen treten. Neun Treffer in 39 Liga-Spielen sprechen Bände. Zwei Jahre nach Adhemars Verpflichtung hatte man ein Einsehen und ließ ihn zurück in seine Heimat ziehen
PLATZ 12 - DENNI AVDIC (Werder Bremen): In dieser Szene wird Avdic kritisch beäugt von Trainer Thomas Schaaf. Hätten die Bremer bloß vor der Verpflichtung genau hingeschaut. Der Schwede wurde 2011 bei seiner Vorstellung an der Weser als neuer Hugo Almeida angepriesen
Zwei Jahre später fiel das Urteil über die 2,2 Millionen Euro teure Verpflichtung ernüchternd aus: Nach Auslaufen des Vertrags wurde Avdic von der Gehaltsliste gestrichen. Bis dahin hatte er für Werder nicht einmal getroffen
PLATZ 11 - ASHKAN DEJAGAH (VfL Wolfsburg): Als erfahrener Back-Up wurde der Iraner 2017 geholt, um den Abstieg zu verhindern. Nachdem erst Mitte Februar seine Spielberechtigung kam, fiel Dejagah mit Muskelfaserriss aus
Zu einem Einsatz in der Bundesliga kam der Deutsche Meister von 2009 nicht mehr. Lediglich in den beiden Relegationsspielen gegen Eintracht Braunschweig kam er auf insgesamt 29 Minuten Spielzeit. Aktuell ist der Mittelfeldspieler im Iran bei Tractor Sazi unter Vertrag
PLATZ 10 - SINAN KURT (Hertha BSC): Von diesem Transfer hatte man sich in Berlin deutlich mehr versprochen. Für 500.000 Euro holte "die Alte Dame" in der Winterpause der Saison 2015/2016 den Linksaußen vom FC Bayern München
2014 hatten die Bayern für Kurt noch drei Millionen Euro nach Gladbach überwiesen. Mitte Juli 2018 wurde er von Hertha-Trainer Pal Dardai in die zweite Mannschaft versetzt, der Klub würde ihn gerne im Winter wieder abgeben
PLATZ 9 - TUNCAY SANLI (VfL Wolfsburg): In Zeiten von Wolfsburgs größter Krise holte Felix Magath den Türken 2011 als Kreativkraft für die Offensive. Für fünf Millionen Euro eisten ihn die Wölfe von Stoke City los
Allein: Tuncay absolvierte ganze fünf Partien und diese mehr schlecht als recht. Nach Magaths Aus war er für dessen Nachfolger Steve McLaren nicht einmal mehr gut genug für eine Kader-Nominierung
PLATZ 8 - SERDAR TASCI (Bayern München): Weil im Winter 2016 beim Rekordmeister die Not auf der Innenverteidigerposition groß war, entschloss man sich kurzfristig für eine Leihe von Tasci
Der ehemalige Nationalspieler kam leihweise von Spartak Moskau zu Pep Guardiola an die Säbener Straße. 53 Minuten stand Tasci in der Rückrunde auf dem Rasen, bevor er München wieder verließ. Nach einem halben Jahr Vereinslosigkeit unterschrieb er Anfang 2019 bei Basaksehir in der Türkei
PLATZ 7 - BRENO (FC Bayern): Apropos Brasilianer - damit haben die Bayern auch so ihre Erfahrungen. Zwölf Millionen Euro ließ sich der Rekordmeister den 18 Jahre jungen und hochgepriesenen Innenverteidiger 2008 kosten
Von einem neuen Carlos Dunga war die Rede, stattdessen musste Breno später wegen Brandstiftung ins Gefängnis. Kam für die Bayern nur auf 21 Bundesliga-Einsätze, spielt inzwischen wieder in Brasilien
PLATZ 6 - ZE ROBERTO II (FC Schalke 04): Ein ähnlicher Fehlgriff war der drei Millionen Euro teure Transfer von Ze Roberto, dem Namensvetter des großen Bayern-Stars. Der kam im Winter 2008 von Flamengo Rio de Janeiro...
... und konnte sich in der Bundesliga nie sportlich akklimatisieren. Ganze drei Spiele bestritt er für die Königsblauen. Flüchtete 2010 zurück in die Heimat
PLATZ 5 - ARILSON (1. FC Kaiserslautern): Für den Brasilianer von Gremio Porto Algere legten die Pfälzer 1996 umgerechnet drei Millionen Euro auf den Tisch. In Erwartung, dass er mehr als einen Scorerpunkt in der Bundesliga verbucht
Ganze sechs Monate hielten sie es am Betzenberg mit dem Mittelfeld-Mann aus. Dann wurde er angesichts seiner mickrigen Ausbeute wieder in seine Heimat abgeschoben
PLATZ 4 - GIOVANNI SIO (VfL Wolfsburg): 2012 holte Trainer und Manager Felix Magath den französisch-ivorischen Stürmer für 5,8 Millionen Euro vom FC Sion, schon nach einem halben Jahr wurde er zum FC Augsburg ausgeliehen, wo er auch nicht Fuß fassen konnte
Magath persönlich stempelte seinen Fehlkauf quasi endgültig als Flop ab, als er ihn in einem Spiel ein- und wieder auswechselte. Die Höchststrafe
PLATZ 3 - TIMOTHEE KOLODZIEJCZAK (Borussia Mönchengladbach): Der Mann mit dem komplizierten Nachnamen kam im Winter 2017 für 7,5 Millionen Euro vom FC Sevilla. Doch meist bleibt ihm nur der Bankplatz
Ganze zwei Einsätze schaffte er, bevor er im September 2017 nach Mexiko verkauft wurde. Bei Tigres UANL steht er noch heute unter Vertrag
PLATZ 2 - REVER (VfL Wolfsburg): Ein besonders anschaulicher Fall einer Sinnlos-Aktion. Wolfsburg-Manager Dieter Hoeneß holte den portugiesischen Verteidiger - trotz einer Handverletzung - im Winter 2010 für fünf Millionen Euro
Im Sommer 2010 war Rever wieder weg - ohne ein einziges Bundesliga-Spiel bestritten zu haben. Wolfsburg verkaufte ihn für 3 Millionen Euro an Atletico Mineiro - zwei Millionen Euro plus ein Halbjahresgehalt waren also praktisch ohne Gegenleistung futsch
PLATZ 1 - RYAN BABEL (TSG Hoffenheim): Es soll tatsächlich Spieler von klangvollem Namen gegeben haben, die den Weg ins beschauliche Sinsheim gewählt haben. Im Nachhinein weiß man wohl, warum die einstige Ajax- und Liverpool-Ikone 2011 diesen Schritt wählte
Er hatte seinen Leistungszenit zu jenem Zeitpunkt wohl bereits überschritten. In Hoffenheim erkannten sie das erst, nachdem sie sieben Millionen Euro Ablöse für Babel hingeblättert hatten. Inzwischen aber bei Besiktas Istanbul wieder in guter Form
Die größten Wintertransfer-Flops der Bundesliga-Geschichte
Millionen gezahlt, um in der Winterpause schnelle sportliche Abhilfe zu bekommen - bezahlt gemacht haben sie sich nicht immer: SPORT1 zeigt die größten Wintertransfer-Flops der Bundesliga-Geschichte
@SPORT1-Grafik: Philipp Heinemann/Imago
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