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Kampfsport / Wrestling
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Kampfsport / Wrestling
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Kampfsport / Wrestling
Diese WWE-Kultfigur war hinter den Kulissen gefürchtet
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Wrestling

Auch wenn "Wrestling" übersetzt ganz einfach "Ringen" heißt – mit der Sportart, wie wir sie von den Olympischen Spielen seit Jahrzehnten kennen, hat das Wrestling wenig am Hut.

Es ist vielmehr eine Schaukampf-Sportart, die teilweise aufgrund der vielen geschauspielerten Einlagen gänzlich als Sportart angezweifelt wird.

So steht der Sieger eines Wrestling-Matches bereits fest, bevor die zwei Akteure in einem Ring, der dem Box-Ring nicht ganz unähnlich ist, gegeneinander antreten. Auch die Matchhandlung sowie die -abläufe werden bereits vor dem Aufeinandertreffen vorgegeben. Denn Wrestling ist zwar durchaus auch echter Kampf – nicht selten kommen sogar schwerwiegende Verletzungen vor - vor allem dient es aber der Unterhaltung.

Eine wichtige Rolle des "Professional Wrestling", wie die Mischung aus Show und Sport auch gerne genannt wird, nehmen die Storylines sein. Sie liefern die Rahmengeschicht für Matches, werden um verschiedene Akteure gewoben und ähneln bezüglich des Aufbaus einer echten TV-Serie (Soap).

So haben alle Kämpfer in den großen Wrestling-Ligen einen eigenen Kampfnamen, pflegen ein Image, welche sie in den Kämpfen auf der Bühne und vor den Fans vertreten.

Zwar sind die Kämpfe im Wrestling erfunden und somit nicht echt – den Unterhaltungsgrad mildert das alles allerdings nicht im Geringsten. Die spektakulär inszenierten Matches und Storylines fügen Wrestling über sportliche Aktionen hinaus eine weitere Facette zu. Es ist Unterhaltungsfernsehen.

Die WWE: World Wrestling Entertainment

Als Unterhaltungssport braucht Wrestling einen Vermarkter, der den Stars eine große Bühne bietet. Seit vielen Jahren ist das die WWE. Die WWE (=World Wrestling Entertainment) ist im Prinzip ein Medienunternehmen, das sich seit einigen Jahren dem Veranstalten von Wrestling-Shows verschreibt. Gegründet wurde sie bereits im Jahr 1952 und hat ihren Sitz in Stamford, Connecticut in den USA. Unter der Leitung von Vincent McMahon entwickelte sich die WWE vor allem in den letzten Jahren stark:

Neue Büros im Ausland sollen den Fans die Show des Wrestlings auch international näher bringen und über das seit 2014 existierende WWE Network können User mittlerweile fast auf der ganzen Welt alle Kämpfe per Video-On-Demand anschauen. In ihren wöchentlichen Shows (unter anderem: "WWE Raw" und "WWE NXT") lassen sie ihre Stars gegeneinander antreten und treiben die bereits erwähnten Storylines im Sinne einer Soap weiter voran.

Auch wenn die WWE so etwas wie eine kleine Monopolstellung im Wrestling-Sport inne hat: Seit Beginn der 2000er-Jahre gibt es einige "Independent-Ligen", die versuchen, dem großen Unternehmen Konkurrenz machen. Independent-Ligen (=unabhängige Ligen) sind solche Ligen, die nicht komplett professionell verwaltet werden, wie etwa die WWE, sondern nur semiprofessionell arbeiten. Meist finden die Kämpfe hier nicht in großen Arenen statt, sondern in kleineren Sporthallen.

Das Ziel der Sportler ist es, sich den anwesenden WWE-Scouts zu empfehlen, die auf der Suche nach neuen Superstars für ihre Ligen sind. Somit dienen diese Ligen als Sprungbrett für eine WWE-Karriere. Ein Beispiel für eine bekannte Independent-Liga ist etwa der "Ring of Honor".

Aktuelle Wrestling-Stars

Der Wrestling-Sport lebt vor allem von der intensiven Vermarktung seiner Superstars durch die WWE.

Jeder einzelne Wrestling-Star hat von der Liga seinen eigenen Kampfnamen bekommen und soll im Ring ein Image mit Wiedererkennungswert aufbauen.

Ein beliebtes Stilmittel ist beispielsweise der klassische Kampf zwischen einem "guten" und einem "bösen" Charakter.

Neben ihren schauspielerischen Fähigkeiten zeichnen sich Wrestler vor allem durch ihre Athletik aus. Sie trainieren egelmäßig im Fitness-Studio, um beeindruckend und furchteinflößend zu wirken, und um sich vor schwereren Verletzungen bei Stunts innerhalb der Kämpfe zu schützen.

Je nach aktuellem Status bei den Fans und dem Talent, das ein Kämpfer besitzt, sind für die absoluten Wrestling-Stars Verdienste in Millionenhöhe keine Seltenheit.

Superstars wie Bill Goldberg, Brock Lesnar, Roman Reigns oder der Undertaker sind seit Jahren anerkannte Gesichter in der Wrestling-Branche und absolute Fan-Lieblinge.

Die Macht der Fans sollte man im Show-Sport nie unterschätzen. Eine gute Beziehungen eines Athleten zum Publikum kann für ihn eine Aufstiegschance bedeuten, aber auch Charaktere, die provozieren und polarisieren, haben gute Chancen auf eine Beförderung durch die WWE.

Die wichtigsten Wrestling-Events

Die meisten Wrestling-Stars treffen sich fast jeden Monat zu einem neuen Hauptevent, wobei das wichtigste Wrestling-Event des Jahres WrestleMania ist.

Seit 1985 findet WrestleMania jährlich entweder im März oder im April statt und ist das Wimbledon unter den Wrestling-Events.

Am 08. April 2018 geht WrestleMania mit "WrestleMania 34" in seine 34. Auflage. Austragungsort wird das Mercedes Benz Superdome in New Orleans sein. Rekordsieger beim wichtigsten Event ist die Wrestling-Legende "The Undertaker" mit 23 Siegen.

Ein weiteres wichtiges Event im Laufe des Jahres ist das Royal Rumble, welches seit 1988 ebenfalls jährlich stattfindet. Die besondere Attraktion dieses Events ist das am Abend stattfindende und namensgebende Royal-Rumble-Match, bei dem sich zu Beginn nur zwei Wrestler gegenüberstehen. Etwa alle zwei Minuten betritt ein weiterer Athlet den Ring, sodass am Ende in der Regel 30 Wrestler teilgenommen haben. Sieger ist der, der am Ende als letzter im Ring verbleibt.

Zu den "Big Four" eines jeden Jahres zählen außerdem noch der Summer Slam und die Survivor Series.

Die serienmäßig aufgebauten Events SmackDown, WWE Raw und WWE NXT (Serie mit den Nachwuchsstars der Liga NXT) bieten Wrestling-Fans auch unter der Woche die Möglichkeit, ihren Lieblingsstars beim Kämpfen zuzusehen.